Hallo zusammen, ich bin gerade bei meinem dritten Rettungsprojekt mit einer Garage konfrontiert worden, die mir vorher nicht bewusst war. Das Haus stammt von 1968, und die Garage wurde irgendwann in den 90ern angebaut – ohne offizielle Genehmigung, wie sich jetzt herausstellt.
Bei der Bauvoranfrage für meine geplanten Sanierungen hat die zuständige Behörde plötzlich nachgehakt und verlangt jetzt Unterlagen zur Garage. Das ist natürlich problematisch, weil die nie genehmigt wurde. Die ist aber nicht riesig – ca. 20 Quadratmeter, massiv gemauert.
Meine Frage: Kann ich das jetzt noch nachträglich klären, oder wird mir das um die Ohren fliegen? Muss ich einen Architekten für eine Bestandsaufnahme engagieren? Und wie läuft das mit Versicherungen, falls die das merken?
Ich möchte die Garage behalten und nicht abreißen. Was sind eure Erfahrungen – habt ihr sowas schon durchgezogen?
Aus formaler Sicht wäre interessant: Kannst du den Bauzustand der Garage über Sensoren überwachen oder dokumentieren, um der Behörde strukturelle Sicherheit nachzuweisen? Sprich: Feuchtemesser, Temperaturlogger in der Garage installieren – das könnte die Chancen für eine nachträgliche Genehmigung erhöhen.
Nachträgliche Genehmigungen sind oft möglich, aber der Prozess ist nervig. Du wirst um eine Bestandsaufnahme nicht rumkommen – lass das von jemandem machen, der weiß, was die Behörde sehen will. Ich hab das bei einer älteren Eigentumswohnung mit nicht genehmigtem Wintergarten durchziehen müssen. Hat am Ende geklappt, dauerte aber 4 Monate. Pro-Tipp: Frag beim Bauamt vorher, welche Unterlagen sie konkret brauchen, dann verschwendest du keine Zeit.
Hol dir eine rechtliche Stellungnahme, bevor du überhaupt mit dem Bauamt sprichst. Das ist mein Ernst. Deine Versicherung muss das irgendwann mitbekommen, und dann wird es kompliziert – vor allem, wenn da ein Schaden passiert. Eine nicht genehmigte Garage ist auch für den nächsten Käufer ein Thema. Ich würde das klären, koste es, was es wolle. Hat dich der Maklerin damals nicht auf ungenehmigtes Zeug hingewiesen?
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Das habe ich bei meiner Wärmepumpeninstallation ähnlich erlebt – die Behörden werden immer genauer, wenn ein Umbau ansteht. Bei dir ist es tückisch: Meist muss für eine nachträgliche Genehmigung ein Architekt oder Prüfstatiker eine vollständige Dokumentation einreichen. Statik, Fundament, Dachentwässerung – alles muss stimmen. Die gute Nachricht: Wenn die Garage 20 Jahre alte Bestandsgarage ist, haben die meisten Bundesländer eine Verjährungsfrist. Das sollte dein Architekt wissen. Kosten liegen bei etwa 800–1500 Euro für die Bestandsdokumentation, plus Behördengebühren. Versicherung informieren würde ich parallel.