Hallo zusammen,
ich bin etwas überfordert mit meiner aktuellen Situation. Habe vor einem halben Jahr das Haus meiner Oma geerbt und musste dafür einen Kredit aufnehmen, um meine Geschwister auszuzahlen. Der Kredit läuft über 250.000€ bei 3,2% Zinsen auf 20 Jahre.
Jetzt habe ich durch den Verkauf von Omas alten Schmuck und anderen Sachen etwa 15.000€ zusammen. Als Student verdiene ich nebenbei nur etwa 800€ im Monat, aber das Haus ist vermietet und bringt 1.200€ kalt ein. Nach Abzug der Kreditrate bleiben mir etwa 500€ übrig.
Mein Vater meint, ich sollte das Geld sofort in den Kredit stecken wegen der Zinsen. Mein Kumpel aus dem BWL-Studium sagt aber, ich sollte es lieber anlegen, weil die Börse langfristig mehr als 3,2% bringt.
Was würdet ihr machen? Bin echt unsicher, zumal ich als Student nicht viel Puffer habe. Vielleicht erstmal nur einen Teil sondertilgen? Oder doch alles?
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo Maximilian,
als Energieberater sehe ich oft, dass Eigentümer zu spät an die Sanierung denken. Laura hat einen wichtigen Punkt gemacht - bei einem geerbten Haus lohnt es sich fast immer, zuerst den energetischen Zustand zu prüfen.
Mein Vorschlag: 8.000€ Notgroschen, 5.000€ sondertilgen und 2.000€ für eine Energieberatung plus erste kleine Maßnahmen (LED, Thermostate, etc.). Die KfW hat aktuell wieder gute Programme am Laufen.
Durch energetische Sanierung kannst du langfristig die Nebenkosten senken, was bei vermieteten Objekten auch die Attraktivität steigert. Rechne mal durch: Wenn du 200€/Jahr Heizkosten sparst, sind das über 20 Jahre 4.000€ plus Wertsteigerung der Immobilie.
Hey,
kann StefanM45 nur zustimmen! Notgroschen ist das A und O. Wir hatten letztes Jahr plötzlich Probleme mit der Elektrik und mussten 3.000€ hinblättern. Ohne Rücklagen wäre das richtig übel geworden.
Bei deiner Situation würde ich vielleicht sogar überlegen, ob du nicht einen Teil für energetische Sanierungen zurücklegen solltest. Alte Häuser sind oft Energieschleudern und mit steigenden Energiepreisen wird das immer wichtiger. Außerdem gibt es oft Förderungen, die du als Eigentümer nutzen könntest.