Hallo zusammen,
wir überlegen gerade, ob wir uns eine Wärmepumpe oder doch lieber eine PV-Anlage anschaffen sollen. Bei beiden gibt's ja verschiedene BAFA-Förderungen, aber ich blicke ehrlich gesagt nicht so richtig durch.
Unser Haus ist Baujahr 1995, aktuell noch mit alter Gasheizung. Die müsste in den nächsten 3-4 Jahren eh erneuert werden. Andererseits steigen die Strompreise ja auch immer weiter, da wäre PV vielleicht sinnvoller?
Was mich besonders interessiert: Wie kompliziert sind die Anträge bei der BAFA? Muss man da einen Energieberater beauftragen oder kann man das selbst machen? Und wie lange dauert es, bis das Geld kommt?
Hat jemand von euch schon mal Förderung beantragt? Wäre für eure Erfahrungen echt dankbar. Besonders auch, ob sich die ganze Sache am Ende wirklich gelohnt hat oder ob man am Ende draufzahlt.
Viele Grüße
Robert
Hi Robert,
kann dir auf jeden Fall weiterhelfen! Hab 2022 sowohl PV als auch Wärmepumpe installiert und beide Förderungen beantragt.
Bei der Wärmepumpe gab's damals 35% BAFA-Förderung (war noch die alte Regelung), bei PV läuft das über KfW. Die BAFA-Anträge sind eigentlich nicht so kompliziert, aber du brauchst auf jeden Fall einen Energieberater für die Wärmepumpe. Der kostet zwar extra, aber ohne geht nichts.
Meine Zahlen: 15kWp PV für ca. 18.000€, Wärmepumpe mit allem drum und dran 22.000€. Nach Förderung blieben etwa 28.000€ übrig. Jetzt zahle ich statt 280€/Monat nur noch 45€ für Strom - der Rest wird eingespeist.
Tipp: Wenn möglich beide zusammen machen, dann ergänzt sich das perfekt. PV-Anlage und Ertragsausfallversicherung – welche Erfahrungen? - da hab ich auch schon mal meine Erfahrungen geteilt.
Moin Robert,
hier an der Küste würd ich dir definitiv zur Wärmepumpe raten. PV ist bei uns oft problematisch wegen der salzigen Luft - die Module leiden mehr als im Binnenland.
Bei Wärmepumpen musst aber aufpassen: nicht jede funktioniert gut bei Wind und Wetter. Hab ne Luft-Wasser-WP seit 3 Jahren, läuft aber nur mit zusätzlicher Sole-Erdwärme richtig effizient. Die Förderung kam nach 4 Monaten, war aber echt viel Papierkram.
Hey Robert,
als jemand der beruflich mit Immobilien zu tun hat: Mach auf jeden Fall erst eine vernünftige Bestandsanalyse. Bei einem 95er Haus solltest du schauen, ob die Dämmung ausreicht für eine Wärmepumpe.
Förderung ist nice, aber rechne auch die Folgekosten mit ein - Wartung, mögliche Reparaturen etc. Manchmal ist's besser erstmal das Haus energetisch zu sanieren, bevor man in die große Technik investiert.