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20% Eigenkapital beim Hausbau - realistisch oder zu wenig?

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Heike M.
Beiträge: 7
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(@heikemueller)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#17]

Hallo zusammen,

mein Mann und ich planen für 2027 den Bau eines Einfamilienhauses (ca. 150qm Wohnfläche). Die Gesamtkosten werden wohl so bei 450.000€ liegen, haben verschiedene Angebote eingeholt. Jetzt stehen wir vor der Frage: Wie viel Eigenkapital sollten wir wirklich mitbringen?

Wir haben aktuell etwa 90.000€ angespart, das wären knapp 20%. Die Bank meinte, das würde reichen, aber im Internet lese ich überall, dass man mindestens 25-30% haben sollte. Gleichzeitig wollen wir nicht noch weitere 3-4 Jahre sparen, weil die Baupreise ja auch nicht günstiger werden.

Ein befreundeter Bauingenieur hat uns geraten, mindestens die Nebenkosten aus Eigenkapital zu stemmen - das wären nochmal 40-50.000€ extra. Aber dann müssten wir fast unser komplettes Erspartes reinstecken und hätten keine Reserve mehr.

Wie habt ihr das gemacht? Reichen 20% oder sollten wir doch noch länger sparen? Die aktuellen Zinsen um die 3,5% sind ja auch nicht schlecht, aber wer weiß wie lange noch.

Viele Grüße
Heike


3 Antworten
Klara Jung
Beiträge: 9
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(@klarajung)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hallo Heike,

aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen: 20% sind definitiv machbar, aber knapp kalkuliert. Wir haben 2023 mit 22% gebaut und es hat funktioniert. Wichtig ist aber wirklich, dass du die Nebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, etc.) nicht unterschätzt - die können schnell bei 12-15% der Bausumme liegen.

Mein Tipp: Rechne nochmal genau durch, was nach dem Eigenkapitaleinsatz übrig bleibt. Du solltest mindestens 10-15.000€ als eiserne Reserve behalten. Beim Bau kann immer was unvorhergesehenes kommen.

Bei den aktuellen Zinsen würde ich nicht noch Jahre warten. Die können auch wieder steigen. Aber lass dir verschiedene Finanzierungsangebote machen - manchmal gibt's bei 25% Eigenkapital deutlich bessere Konditionen.


Antwort
Tim K.
Beiträge: 4
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(@garagenneuling28)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Also ich seh das ehrlich gesagt kritischer. Wir hatten damals 35% Eigenkapital und waren trotzdem froh drum.

20% ist schon sehr sportlich, besonders wenn ihr dann wirklich alles Ersparte reinsteckt. Was ist wenn einer von euch mal länger krank wird oder arbeitslos? Beim Hausbau gibt's immer Überraschungen - mal sind's 10.000€ mehr für die Heizung, mal müssen Leitungen verlegt werden die nicht geplant waren.

Ich würde ehrlich noch 1-2 Jahre sparen. Die Zinsdifferenz zwischen 20% und 30% Eigenkapital kann schon deutlich sein, und ihr habt mehr Sicherheit.


Antwort
Maximilian Thiele
Beiträge: 6
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(@waermepumpenmax)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi,

hab zwar mehr mit Wärmepumpen zu tun, aber beim Hausbau ist mir aufgefallen: Die meisten unterschätzen die "versteckten" Kosten. Außenanlagen, Einrichtung, unvorhergesehene Mehrkosten beim Bau - das läppert sich.

20% können reichen, aber ich würd an deiner Stelle nochmal durchrechnen ob ihr nicht doch besser 25% anpeilt. Gerade wenn ihr später noch energetische Upgrades plant (Wärmepumpe, PV, etc.) ist es gut wenn noch bisschen Luft da ist.

Und: Die Bank sagt natürlich dass es reicht - die will ja verkaufen 😉


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