Hallo zusammen,
ich plane für diesen Sommer eine PV-Anlage auf meinem Dach (Baujahr 1978) und möchte die Gelegenheit nutzen, endlich auch das Dach vernünftig zu dämmen. Die Sparren sind 16cm hoch und bisher ist da nur dünne Mineralwolle von gefühlt 8cm drin.
Meine Frage: Soll ich die vollen 16cm ausnutzen oder reichen 14cm? Der Dachdecker meinte, dass man 2cm Luftspalt zur Konterlattung lassen sollte wegen Belüftung. Andererseits hab ich gelesen, dass moderne Dampfbremsen so gut sind, dass auch 16cm Vollausfachung gehen soll.
Ich tendiere zu Glaswolle wegen dem Preis, aber bin unsicher bei der Dicke. Bei der PV-Installation will ich sowieso einige Ziegel abnehmen müssen, da könnte ich gleich von innen dämmen. Hat jemand Erfahrung mit Vollausfachung bei älteren Dächern? Gibt's da Probleme mit Feuchtigkeit?
Danke schon mal!
Hallo,
bei älteren Dächern würde ich tatsächlich die 2cm Luftspalt lassen! Hab bei meinem Stadthaus aus den 1920ern auch schon so manche böse Überraschung mit Feuchtigkeit erlebt. Die alten Dächer sind einfach nicht so "dicht" konstruiert wie moderne, da kann schon mal Feuchtigkeit durchkommen.
14cm Glaswolle sind völlig ausreichend und bringen schon eine enorme Verbesserung zu deinen jetzigen 8cm. Der Luftspalt sorgt für eine Hinterlüftung, falls doch mal was passiert - das ist bei historischer Bausubstanz wirklich wichtig. Hab das mal bei Nachbarn gesehen, wo sie voll ausgefacht hatten und später Probleme mit Schimmel bekommen haben.
Die moderne Dampfbremse ist schön und gut, aber bei einem 45 Jahre alten Dach würde ich auf Nummer sicher gehen. Lieber 14cm mit gutem Gewissen als später Ärger mit Feuchteschäden. Die Energieeinsparung ist auch so schon deutlich spürbar!
Viele Grüße
Annegret