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Innendämmung unterm Dach – worauf muss ich beim Taupunkt achten?

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Dietmar H.
Beiträge: 9
Themenstarter
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(@dietmarhenn)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#58]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade an den Grundrissen für eine Dachgeschossausbau-Planung und bin bei der Innendämmung ins Grübeln gekommen. Der Kunde hat ein 60er-Jahre-Haus mit Ziegeldach und möchte die Schrägen von innen dämmen – Platzgründe, außen geht nicht.

Jetzt ist meine Frage: Wenn ich da von innen mit z.B. Mineralwolle oder Polyurethan reinpacke, muss ich mir wirklich Sorgen um Schimmel machen? Ich kenne die Theorie mit Dampfbremse und so, aber in der Praxis – wie sieht es aus? Ich möchte nicht, dass der Kunde nach zwei Jahren Flecken an den Wänden hat.

Was ist eure Erfahrung: Braucht man zwingend eine diffusionsdichte Bremse oder reicht auch was mit niedriger Dampfdiffusion? Und gibt es da Unterschiede zwischen den Dämmstoffen selbst?

Wäre dankbar für konkrete Tipps – je praxisnäher, desto besser.

Dietmar


2 Antworten
Ellen R.
Beiträge: 10
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(@ellenrauch)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich kann nur aus meinem Altbau berichten – habt ihr bei der hinterlüfteten Fassade ähnliche Überlegungen angestellt? Bei uns war die Innendämmung anfangs auch ein Thema, aber ehrlich: Das Material muss "atmen" können. Wenn du was zu dichtes nimmst, staut sich die Feuchte garantiert dahinter. Wir haben am Ende draußen gedämmt – war zwar teurer, aber der Schlaf ist besser. 😉 Kann aber verstehen, dass außen nicht immer geht.


Antwort
Daniel S.
Beiträge: 12
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(@danielschwarz)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Dietmar, das ist die richtige Frage. Innendämmung unterm Dach funktioniert, aber nur mit konzentriertem Blick auf die Feuchtelogik. Der kritische Punkt: Du musst den Taupunkt *vor* der Dämmung halten, nicht dahinter.

Mineralwolle mit dichter PE-Folie (sd-Wert ca. 2–5 m) ist klassisch und bewährt. Noch sicherer: hochwertige Polyurethan-Hartschaumplatten mit niedrigem sd-Wert auf der Raumseite. Die regeln die Feuchte besser, als man denkt.

In meinen Projekten funktioniert das problemlos, wenn die Lüftung stimmt – Dachfenster auf, Querlüftung im Sommer. Der Fehler passiert, wenn Räume abgedichtet sind und die Raumfeuchte im Winter dauerhaft über 60 % klettert.

Mein Tipp: Messgerät mitnehmen, Taupunkt vor Ort berechnen. Dann sieht man sofort, welche Dämmdicke passt. Das dauert 20 Minuten und spart später Ärger.


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