Hallo zusammen,
ich bin seit kurzem Mitglied hier und freue mich über den Austausch mit anderen Hausbesitzern. Mein Haus stammt aus den 80ern und hat klassisches Zweischalenmauerwerk – das war damals ja der Standard. Jetzt im Herbst 2026 überlege ich, ob ich das Ding noch vernünftig dämmen kann, ohne gleich die ganze Fassade neu zu machen.
Meine Frage: Kann man bei vorhandenem Zweischalenmauerwerk nachträglich noch was sinnvolles machen? Ich habe gelesen, dass es verschiedene Methoden gibt – von Kerndämmung über Außendämmung bis hin zu innen. Aber was ist realistic für einen Hausbesitzer wie mich, der gerne selbst anpackt, aber auch weiß, wo die Grenzen sind?
Wie sieht es mit den Kosten aus? Und lohnt sich das überhaupt energetisch, oder sollte ich erst die alte Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Günther
Hallo Günther K.,
gute Frage! Bei Zweischalenmauerwerk würde ich persönlich zur Kerndämmung raten – das ist nachträglich am sinnvollsten und relativ unauffällig. Die wird von außen durch Bohrlöcher eingeblasen, kostet aber auch ordentlich.
Ehrlich gesagt: Bei meinem eigenen Projekt merke ich gerade, dass man solche Sanierungsmaßnahmen parallel denken sollte. Wenn du ohnehin die Heizung tauschst, dann macht eine kombinierte Planung Sinn. Die Wärmepumpe braucht weniger Heizleistung, wenn die Dämmung stimmt – das rechnet sich deutlich besser.
Außendämmung ist teurer, braucht Gerüst und sieht nach was aus. Innendämmung würde ich eher meiden – kostet Wohnfläche und kann Feuchteprobleme geben.
Hol dir auf jeden Fall 2-3 Angebote ein, bevor du dich festlegst. Und schau, ob es Förderung gibt – die Sachen ändern sich ja ständig.
Viel Erfolg beim Projekt!
Stefan K.