Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Eigenheim energetisch zu modernisieren und möchte die Dachsanierung in diesem Jahr noch angehen. Als Finanzberater beschäftige ich mich natürlich intensiv mit der Kostenoptimierung – und da interessieren mich die aktuellen Fördermöglichkeiten brennend.
Mein Dach ist noch mit den Originalziegeln von 1998 eingedeckt, die Sparren sind bisher nicht gedämmt. Ich plane eine Sanierung mit Aufsparrendämmung und neuer Eindeckung. Gleichzeitig denke ich über eine PV-Anlage nach – vielleicht lässt sich da synergistisch planen.
Meine Fragen:
- Welche KfW-Programme laufen noch 2026 und wo sind die Fallstricke?
- Lohnt sich die Kombination Dachdämmung + Photovoltaik fördertechnisch?
- Gibt es regionale Unterschiede bei den Zuschüssen (Baden-Württemberg)?
- Wie lange dauert die Beantragung, bevor der Dachdecker losgeht?
Ich freue mich auf eure Erfahrungen!
Markus K.
Hallo Markus,
das ist eine kluge Kombination, die du planst. Ich habe selbst drei Wärmepumpeninstallationen hinter mir und jede war eine Lehrstunde – und ähnlich verhält es sich mit der Dachsanierung, muss ich sagen.
Zu deinen Fragen: Die KfW 431 und 432 (Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle) laufen noch, aber die Konditionen sind deutlich strenger geworden. Du brauchst mindestens KfW-70-Standard, sonst gibt's nur wenig. Die Kombination mit PV ist sauberer, wenn du die über die KfW 442 (erneuerbare Energien) separat fährst – aber wichtig: Antrag VOR Bestellung des Materials stellen, nicht danach.
In BaWü gibt es zusätzlich die L-Bank-Programme, die sind teilweise besser als die KfW, je nach Konstellation. Aber: Die Antragsbearbeitung dauert derzeit 4-6 Wochen. Das solltest du also jetzt schon einplanen, nicht erst, wenn der Dachdecker vor der Tür steht.
Mein Tipp: Hol dir einen Energieberater für die Antragstellung – die Gebühren amortisieren sich schnell über bessere Konditionen.
Grüße,
PumpenPeter