Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit den Sanierungsmöglichkeiten für unser Haus (Baujahr 1995, Massivbau). Wir haben 2022 gekauft und möchten jetzt zielgerichtet die Fördermittel nutzen – aber effizient, nicht blind.
Mir ist bei der Recherche mehrfach die hinterlüftete Fassade über den Weg gelaufen. Ich verstehe aber noch nicht so richtig, wo genau die Unterschiede zu einem klassischen WDVS liegen und vor allem: Wann macht so eine Lösung überhaupt Sinn?
Die meisten Seiten erklären das sehr technisch. Meine Fragen sind eher praktisch:
- Ist hinterlüftet teurer oder günstiger als WDVS?
- Bringt das bei uns wirklich bessere Förderquoten bei der KfW?
- Gibt es Altbauten, für die das besser oder schlechter passt?
- Kann man da noch vernünftig Eigenleistung einbringen?
Wir haben keine riesigen Mittel, deshalb ist jeder Euro wichtig. Wenn jemand schon damit Erfahrung gemacht hat oder das verständlich erklären kann – freue ich mich über ehrliche Antworten!
Danke schon mal!
Katrin, kurz und knapp: Hinterlüftung kostet deutlich mehr und ist aufwendiger. Bei einem 95er Massivbau absolut nicht nötig – WDVS tut's vollkommen.
Hallo Katrin,
als ich 2018 mein Haus gekauft habe, bin ich auch erst mal durch diesen Dschungel gekrabbelt. Bei mir hat sich am Ende WDVS bewährt, aber ich kann dir mit der hinterlüftung auch was dazu sagen.
Der große Vorteil: Bei hinterlüfteten Fassaden zirkuliert Luft hinter der Verkleidung. Das ist vorallem gut, wenn du feuchte Wände hast oder Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen muss. Kostet aber eher mehr und ist aufwendiger. WDVS ist günstiger und für Massivbau wie deinen 95er meistens völlig ausreichend.
Bei der KfW-Förderung kommt es auf den U-Wert am Ende an, nicht auf die Methode. Wenn du damit den geforderten Standard erreichst, kriegst du die gleiche Quote. Die hinterlüftung lohnt sich eher, wenn Feuchte ein Problem ist.
Mein Rat: Lass erst einen Energieberater kommen (KfW zahlt nen Zuschuss dafür). Der sieht deinem Haus an, was wirklich nötig ist. Dann entscheidest du sicherer.
Alles Gute für dein Projekt!