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Top oder Flop? Erfahrungen von Hausbesitzern

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Altes WDVS: Schäden nach Jahrzehnten – was macht der Fachmann wirklich?

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Florian M.
Beiträge: 11
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(@florianmeyer74)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#15]

Hallo zusammen,

wir haben ein Einfamilienhaus Baujahr 1997, das damals gleich mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgestattet wurde. Jetzt sind wir bei fast 30 Jahren und ich mache mir ehrlich gesagt Sorgen um den Zustand. An der Nordseite sieht man deutliche Risse im Putz, an zwei Stellen hat sich der Oberputz stellenweise abgelöst und es gibt grünliche Verfärbungen, die ich einfach nicht mehr wegbekomme – selbst mit dem Hochdruckreiniger nicht.

Ich hab jetzt zwei Handwerker draufgeschaut, und die sagen mir komplett unterschiedliche Dinge. Der eine meint, einfach neu verputzen und neu streichen reicht für weitere 15 Jahre. Der andere sagt, wenn die Dämmplatten dahinter feucht sind, hilft das gar nichts und ich schütte nur Geld zum Fenster raus.

Meine Frage: Wie findet man heraus ob die Dämmplatten selbst noch intakt sind oder ob da schon Feuchtigkeit drin steckt? Gibt es eine einfache Methode das zu prüfen, bevor man entscheidet? Und was kostet so ein kompletter Rückbau und Neuaufbau in etwa – hat da jemand aktuelle Zahlen aus 2025/2026? Wir haben ca. 200 qm Fassadenfläche.

Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar, besonders von Leuten die selbst schon durch so eine Entscheidung durch sind.

Viele Grüße
Florian


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5 Antworten
BalkonSolar
Beiträge: 10
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(@balkonsolar)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten

ich les hier eigentlich öfter mit als ich schreibe, aber das Thema triff mich gerade auch – haben ein Haus von 1999 und die Fassade macht mir auch langsam Sorgen.

Eine Sache die ich noch nicht gelesen hab: Bei Systemen aus dieser Zeit wurden oft EPS-Platten ohne ausreichende Brandschutzstreifen verbaut, weil die Vorschriften damals andere waren. Wenn du eh sanierst lohnt es sich das prüfen zu lassen, sonst hast du im schlimmsten Fall ein Problem wenn du irgendwann umbauen oder anbauen willst und die Baugenehmigung eine aktuelle Normeinhaltung fordert.

Zur eigentlichen Frage: Ich glaub der zweite Handwerker hat recht, aber er sollte das nicht einfach behaupten sondern belegen. Lass dir eine Thermografieaufnahme machen, am besten von einem unabhängigen Sachverständigen. Das kostet ein paar hundert Euro aber dann weißt du woran du bist und kannst dem Handwerker gegenüber gezielt argumentieren.


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Philipp Runge
Beiträge: 12
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(@philipprunge)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich bin jetzt seit knapp drei Jahren Hausbesitzer und hab bei uns letztes Jahr eine ähnliche Situation gehabt – zugegeben nicht ganz so alt, aber das Vorgehen war ähnlich. Was ich gelernt hab: Zwei Handwerkermeinungen reichen nicht, hol dir drei oder vier. Die Spanne bei den Angeboten war bei mir irre.

Was ich ZiegelZimmer oben zustimme: Sommer ist echt nicht ideal für Thermografie. Ich würd das Thema jetzt zwar strukturieren und Angebote einholen, aber mit der tatsächlichen Messung eher in den Herbst gehen wenn die Heizung wieder läuft und man Temperaturunterschiede hat.

Budgetmäßig: Ich hab für uns (kleinere Fläche, ca. 130 qm) ohne Förderung mit rund 22.000 für Komplett gerechnet. Klingt viel, aber wenn du bedenkst dass ein gut gemachtes System nochmal 25-30 Jahre hält und du in der Zeit weniger heizt... ich hab das auf einem Blatt mal durchgerechnet und war dann gar nicht mehr so erschrocken. Wie DietmarHenn schreibt: Förderung wirklich prüfen, das ist kein Kleinkram mehr was da möglich ist.


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Dietmar H.
Beiträge: 9
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(@dietmarhenn)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich würd da mal kurz einhaken: Die Förderkulisse für solche Sanierungen hat sich in letzter Zeit wieder verändert, das solltest du auf dem Schirm haben. BEG-Förderung greift wenn du mindestens auf einen bestimmten U-Wert kommst und einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten einbindest – der kostet zwar extra, aber der kann dir auch die Feuchtefrage beantworten und gleichzeitig die Förderanträge vorbereiten.

Ich hab das bei uns mit der PV-Anlage ähnlich gemacht (da läuft auch einiges über Förderung), man muss sich halt reinfuchsen aber es lohnt sich. Für 200 qm Fassade könntest du bei einer Komplettsanierung locker 10.000–15.000 Euro Förderung bekommen wenn alles passt. Das verändert die Wirtschaftlichkeitsrechnung erheblich.

Was mich bei deiner Beschreibung aber stutzig macht: Grünliche Verfärbungen an der Nordseite plus abgelöster Putz – das klingt nicht nur nach Feuchtigkeit in den Platten sondern möglicherweise nach einem Sockelproblem unten dran. Ist die unterste Reihe Platten ordentlich gegen Spritzwasser geschützt? Das wird bei Systemen aus den 90ern manchmal vergessen oder war damals nicht Standard.


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KuehlKeller
Beiträge: 7
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(@kuehlkeller)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kurz und direkt: Nur überstreichen ohne Zustandsprüfung ist bei dem was du beschreibst Geldverschwendung. Der Putz hält nicht wenn der Untergrund nicht stimmt.


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