Hallo zusammen,
seit etwa 3-4 Wochen ist unsere Dachrinne auf der Nordseite komplett verstopft. Bei den letzten Regenfällen läuft das Wasser über den Rand und klatscht direkt neben die Hauswand. Meine Frau macht sich Sorgen wegen Feuchtigkeitsschäden, aber ich dachte mir, dass ein paar Wochen nicht gleich das ganze Haus ruinieren können.
Jetzt haben wir aber für nächste Woche wieder Dauerregen angesagt und ich frage mich langsam, ob ich das Problem nicht doch schneller angehen sollte. Das Haus ist von 1985, Klinker-Fassade. Die Rinne selbst sieht noch okay aus, nur eben komplett dicht mit Laub und allem möglichen Zeug.
Wie schnell kann so übergelaufenes Wasser wirklich Schäden anrichten? Und ist das was für den Dachdecker oder kann ich das selbst machen? Die Leiter hab ich, aber bin nicht mehr der Jüngste (58) und Höhe ist nicht so meins.
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Oh Andreas, da kann ich Wolfgang nur zustimmen! Wir hatten letztes Jahr auch so eine Situation und ich hab zu lange gewartet. Das Wasser ist tatsächlich durch kleine Risse im Mörtel eingedrungen und hat im Keller feuchte Stellen verursacht.
Bei deinem Alter und wenn Höhe nicht dein Ding ist - lass es den Profi machen! Ich hab in meinem Handwerker-Thread gute Erfahrungen gesammelt. Lieber 80 Euro für die Reinigung als später tausende für Trockenlegung.
Andreas, das solltest du wirklich nicht auf die lange Bank schieben! Ich hab damals bei unserem Dachfenster-Problem auch gedacht "wird schon nicht so schlimm sein" - war ein teurer Irrtum.
Übergelaufenes Wasser kann sehr schnell ins Mauerwerk eindringen, besonders bei Klinker mit älteren Fugen. Bei 3-4 Wochen würde ich sagen: spätestens JETZT handeln. Falls du dir mit der Leiter unsicher bist, ruf einen Dachdecker. Die Reinigung kostet meist zwischen 50-100 Euro, je nach Aufwand. Ein Wasserschaden am Mauerwerk kann dagegen schnell vierstellig werden.
Muss den anderen leider widersprechen - 3-4 Wochen sind bei einem 85er Klinkerhaus noch nicht dramatisch, solange das Wasser nicht direkt gegen die Wand spritzt. Die Bausubstanz aus den 80ern ist normalerweise noch recht robust.
Trotzdem solltest du es angehen, klar. Aber die Panik ist übertrieben. Ich würde schauen, ob du vielleicht einen Nachbarn fragst, der dir beim Halten der Leiter hilft? Dann kannst du selbst ran und sparst das Geld. Bei unserem FBH-Problem hab ich auch gemerkt, dass man oft zu schnell in Panik verfällt.
Also ich hab meine Rinnen immer selbst gemacht, auch mit über 60. Ist wirklich nicht so kompliziert - Laub raus, durchspülen, fertig. Kostenpunkt: 0 Euro.
Aber wenn du Angst vor der Höhe hast, dann lass es bleiben. Sicherheit geht vor.