Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, mein Dach neu einzudecken und frage mich, ob ich gleich auf eine Solaranlage umsteigen sollte statt klassische Ziegel zu nehmen. Das Haus ist ein Freisteher mit sehr guter südliche Ausrichtung - ideale Bedingungen eigentlich.
Aber ich bin mir unsicher: Ist das wirtschaftlich sinnvoll oder zahle ich einfach drauf? Die Dachfläche ist groß, aber auch entsprechend teuer wird die Sanierung ohnehin. Mit Solar kämen ja nochmal extra Kosten hinzu.
Wie sieht das aus mit Wartung? Dachdecker sagen mir, klassische Ziegel halten 40-50 Jahre, aber wie ist das bei modernen Solarmodulen? Muss ich die irgendwann tauschen?
Und dann die Frage: Kann ich nicht einfach erst die Ziegel machen lassen und in 5-10 Jahren noch Solar draufbauen, wenn die Preise fallen? Oder ist das technisch blöd?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Moin FliederHof, da sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an. Ich habe selbst vor knapp 6 Jahren umgerüstet und kann dir aus erster Hand berichten: Die Kombination macht Sinn, aber nicht immer sofort.
Bei mir war die Rechnung klar: Statt 18.000€ für Dachziegel habe ich 34.000€ für ein 12-kWp-System mit Speicher investiert. Klingt viel, aber über 20 Jahre amortisiert sich das locker - vor allem mit aktuellen Strompreisen. Mein Speicher im Keller läuft über Tibber, dadurch nutze ich die günstigsten Stunden ab.
Dein Gedanke, erst Ziegel und dann später Solar zu machen, ist aber nicht falsch. Technisch geht das. Allerdings: Die Dachdecker müssen später wieder rauf, das kostet Gerüst und Arbeitszeit extra. Plus - und das ist wichtig - die Ziegel unter den Modulen nutzen sich weniger ab, die halten länger. Wenn du jetzt nur Ziegel nimmst, werden die unter Solar-Paneelen später weniger Wert haben bei Austausch.
Module halten locker 30+ Jahre, meine sind noch bei 98% Leistung. Wechselrichter brauchen nach ca. 15 Jahren mal einen Blick.
Welche Dachneigung hast du?