Tina, ich hab bei meinem Haus aus den 70ern auch Fußbodenheizung nachgerüstet – war kein kleines Projekt, aber es hat sich gelohnt. Beim Boden hab ich mich für großformatige Fliesen entschieden, 60x120cm, was logistisch seine eigenen Tücken hat wie ich hier mal beschrieben hab.
Aber ehrlich gesagt: für Wohnräume hab ich inzwischen Verständnis wenn man keine Fliesen will. Meine Tochter hat Vinyl mit Holzoptik drauf und das schaut gut aus und funktioniert mit FBH problemlos. Wichtig ist wirklich dass der Belag für FBH zugelassen ist, das steht auf der Packung drauf. Viele machen da leider den Fehler und prüfen das nicht vorher.
Moin Tina,
als jemand der sich viel mit Systemeffizienz beschäftigt, kann ich das ein bisschen einordnen. Der Wärmedurchgangswiderstand (Rλ) ist tatsächlich der entscheidende Wert – und der steht bei jedem ordentlichen Bodenbelag auf dem Datenblatt. Für FBH gilt: unter 0,10 m²K/W ist sehr gut, bis 0,15 geht noch, alles drüber frisst dir Effizienz weg.
Fliesen liegen bei ~0,02, top Wert. Guter Vinyl-Designbelag kommt auf 0,04–0,09 je nach Stärke, also auch noch prima. Parkett ist so 0,09–0,13 – geht, aber du brauchst zwingend Parkett, das für FBH freigegeben ist, nicht jedes Holz macht das mit.
Für eine Wärmepumpe ist das übrigens doppelt relevant: je geringer der Widerstand, desto niedriger kannst du die Vorlauftemperatur halten, und desto besser ist der COP der Pumpe. Also wirtschaftlich wirklich kein Nebenschauplatz.
Ich würde: Fliesen im Flur und ggf. Wohnzimmer, wenn ihr das optisch hinbekommt, und für Schlafzimmer Vinyl oder FBH-zertifiziertes Parkett. Das ist aus meiner Sicht der sinnvollste Kompromiss.
Hallo Tina, ich bin eigentlich eher bei Terrassen und Außenbereich unterwegs (falls du mal schauen willst: Carport und Terrasse kombiniert - geht das statisch überhaupt?), aber beim Innenbelag hab ich auch mal mitgedacht. Wir hatten kurzzeitig die Überlegung mit Vinyl im Durchgangsbereich. Was ich sagen kann: Der Verlegebetrieb hat uns klar gesagt, Fliesen sind king bei FBH, aber moderner Designvinyl mit niedrigem Wärmedurchgangswiderstand (unter 0,15 m²K/W) funktioniert auch gut. Parkett haben wir uns dann doch verkniffen weil der Aufwand bei Temperaturschwankungen einfach zu groß ist, hieß es. Ob das stimmt weiß ich nicht genau, aber ich würd das nochmal gezielt einen Bodenleger fragen.