Hallo zusammen,
ich bin bei der Kellersanierung angekommen und überlege jetzt, was ich mit dem Boden mache. Der Keller ist im Moment noch ziemlich feucht (Baujahr 1926, Vollziegel, ihr kennt das...), aber ich plane eine Horizontalsperre einzubauen.
Überall lese ich jetzt von Epoxidharz-Böden – angeblich robust, pflegeleicht, wasserfest. Aber ich bin skeptisch. Bei so einem alten Haus mit ständigen Überraschungen möchte ich nicht gerade 3000-4000€ in einen Boden investieren, der mir dann abplatzt oder verfärbt wird.
Hat jemand von euch Epoxidharz im Keller? Wie sieht es nach ein paar Jahren aus? Und vor allem: Macht das Sinn, bevor ich die Feuchtigkeitsprobleme vollständig gelöst habe? Oder sollte ich erst abwarten und dann lieber Fliesen machen?
Freue mich über ehrliche Erfahrungen!
Interessante Frage, Anna! Ich habe mich bei meiner 80er-Jahre-Sanierung auch intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und verschiedene Ansätze verglichen.
Epoxidharz hat definitive Vorteile: chemisch resistent, sehr langlebig, minimalistisch zu reinigen. ABER – und das ist ein großes aber bei Altbauten – der Untergrund muss absolut trocken sein. Unter 60% Holzfeuchte, unter 80% Betonfeuchte.
Bei deinem 1926er würde ich erst einen Feuchtemesser mitnehmen und wirklich kontrollieren. Die Horizontalsperre allein reicht oft nicht aus – du brauchst auch gute Belüftung. Mein Tipp: Erst 12-18 Monate nach der Sperre messen, bevor du Epoxid machst. Oder wechsel zu Klickfliesen – die verzeihen feuchte Untergrunde besser und sind weniger teuer.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man sich vorher ein paar Angebote parallel einholt. Bei mir waren die Preisunterschiede zwischen den Handwerkern teilweise erheblich, obwohl die Systeme ähnlich waren. Lohnt sich auf jeden Fall, da nicht zu faul zu sein und mindestens 3-4 Vergleiche zu machen. PV-Angebote