Hallo zusammen,
wir haben unseren 1963er-Dachboden letztes Jahr endlich gedämmt und dabei auch eine 6er-PV-Anlage installiert. Die Sache ist: Im Juli/August produzieren wir mittags massiv Strom – aber zu der Zeit sind wir beide arbeiten und der Haushalt läuft im Prinzip nur im Leerlauf.
Der Eigenverbrauch liegt bei etwa 28%, der Rest wird eingespeist. Das ist zwar nicht tragisch (Vergütung gibt's ja), aber es fühlt sich wie Verschwendung an, wenn um 12 Uhr in der Sonne 4,5 kW auf dem Dach entstehen und ich nur eine Waschmaschine laufen habe.
Ich überlege, ob es ohne große Installationen gehen könnte – also keine teuren Speicher oder Wärmepumpen. Gibt es einfache Tricks, um im Sommer mehr selbst zu nutzen? Andere als die üblichen "Geräte zeitversetzt laufen lassen"? Vielleicht intelligente Steckdosenleisten? Oder ist das alles zu klein für meinen Dachzustand?
Mich interessiert euer realistischer Input – nicht die Märchen-Ratschläge von Installeuren.
Das ist ja genau die ideale Einleitung für echte Automation, DachDenker. Ohne große Baumaßnahmen könnten Sie folgendes umsetzen:
1. **Intelligente Lastverschiebung**: Zeitschalter für Waschmaschine (mechanisch oder smart) reichen häufig aus – kostet 20-40€.
2. **Smarte Steckdosenleisten mit PV-Anbindung**: Es gibt mittlerweile (über Drittanbieter) Systeme, die den Live-Ertrag abfangen und Verbraucher gezielt einschalten – Boiler, Warmwasserspeicher, sogar E-Auto-Ladegeräte. Meist unter 300€ für einsteigerhafte Setups.
3. **Lastmanagement via Heimautomation**: Wenn Sie ohnehin moderne Infrastruktur planen, kann ein einfaches Energiemanagementsystem (z.B. auf Basis offener Standards) den Ertrag monitoren und Geräte intelligent anschalten.
Das rentiert sich bei Ihrer Situation schneller als ein Speicher. Der liegt preislich heute bei 6.000-12.000€, bei 28% Baseline ist die Amortisation fragwürdig.
Hätten Sie Warmwasser-Speicher oder Fußbodenheizung? Das würde alles ändern.