Hey zusammen,
ich bin gerade bei meinem dritten Haus-Projekt und überlege diesmal ernsthaft, eine PV-Anlage einzubauen. Aber ich muss ehrlich sagen: Bei meinen bisherigen Sanierungen habe ich immer wieder unterschätzt, wie lange sich Investitionen wirklich rechnen.
Mein aktueller Fall: 1960er-Bau, Südwestdach, ca. 35° Neigung. Der Energiestandard ist im Moment unterirdisch – Ölheizung, einfache Fenster, alte Leitungen überall. Ich werde ohnehin dämmen und das Dach erneuern, also könnte ich PV parallel machen.
Aber hier meine Fragen: Wie realistisch sind die 10-12 Jahre Amortisation, die mir die Installateure versprechen? Und: Muss ich bei so alten Häusern mit zusätzlichen Kosten rechnen – Elektrik, Netzanmeldung, versteckte Probleme?
Vor allem interessiert mich: Lohnt sich PV noch, wenn ich das Haus später verkaufe? Oder binde ich mich damit zu lange an das Projekt?
Wäre dankbar für ehrliche Erfahrungen von anderen, die bei Altbauten ähnliche Entscheidungen treffen mussten.
Gute Frage, HausRetter. Aus meiner Erfahrung bei Sanierungen: Die optimistischen Zahlen der Installer sind oft realistische Idealszenarien, nicht die Praxis. Bei Altbauten kommen immer noch Elektriker-Stunden dazu für die Verkabelung – alte Leitungsschächte sind selten so praktisch wie gedacht. Netzanmeldung dauert aktuell 3-6 Monate, nicht 2 Wochen. Und ehrlich: Ein potenzieller Käufer sieht eine 10 Jahre alte Anlage und fragt nach Wartungshistorie und Rest-Lebensdauer des Wechselrichters. Das ist ein Verkaufsargument, aber auch ein Unsicherheitsfaktor. Mein Rat: Rechne mit 13-14 Jahren, nicht 10. Dann weißt du, wo du wirklich stehst. Bei Betrieben ist es wichtig, vorher genau abzurechnen – das gilt auch für PV-Installateure.