Hallo zusammen,
wir arbeiten seit Jahren an unserem Haus von 1910 und sind nun bei der Küche angekommen. Die stammt noch aus den 70ern – funktioniert zwar noch, sieht aber entsprechend aus. Fronten sind zerkratzt, die Arbeitsplatte hat Kratzer, und ehrlich gesagt fühlt sich der ganze Raum irgendwie dunkel und beengt an.
Bevor wir eine komplett neue Küche kaufen (was ja schnell 8.000–15.000 Euro kostet), frage ich mich: Lohnt sich ein gezielter Umbau? Also neue Fronten, vielleicht eine neue Arbeitsplatte, bessere Beleuchtung – den Korpus könnte man ja behalten.
Die handwerkliche Seite traue ich mir zu, aber preislich und zeitlich würde ich gerne realistisch einschätzen, ob es sinnvoll ist. Gibt es da Erfahrungen von euch? Worauf sollte ich bei so einem Teilumbau achten, damit es nicht teurer wird als eine neue Küche?
Danke schon mal für Tipps!
WohnTraumWerk
Das ist eine sehr gute Frage, und ich freue mich, dass Du das durchdacht angehst. Bei einem Haus aus dieser Zeit liegt mir das Thema nah – in meinem Innenstadt-Altbau habe ich gerade ähnliche Überlegungen hinter mir.
Mein Rat: Prüfe zuerst den Zustand des Korpus gründlich. Wenn die Scharniere noch fest sind, der Boden trocken und die Rückwand nicht verzogen, dann lohnt sich eine Auffrischung oft. Neue Fronten kosten in mittlerer Qualität 2.000–4.000 Euro, eine gute Arbeitsplatte nochmal 1.500–2.500. Dazu handwerkliches Geschick wie Deines – das spart enorm.
Bei meiner 1910er-Küche habe ich die Fronten tauschen lassen (behutsam, passend zur Bausubstanz) und bereue es nicht. Vorab hätte ich aber einen Fachmann zur Begutachtung holen sollen – spart Dir hinterher Überraschungen.
Wie sieht denn die Elektrik und der Wasseranschluss aus? Das ist oft der versteckte Kostenfaktor.
Annegret P.