Hallo zusammen,
meine Frau und ich planen gerade unsere neue Küche und sind uns uneinig bei den Fronten. Sie ist total begeistert von den modernen grifflosen Küchen - sieht wirklich schick aus, muss ich zugeben. Aber als jemand der beruflich viel mit Oberflächen zu tun hat, frage ich mich: Wie ist das denn im Alltag?
Ich stelle mir vor, dass man die Fronten ständig anfassen muss zum Öffnen und dann überall Fingerabdrücke hat. Gerade bei dunklen oder glänzenden Fronten müsste das doch sehr auffallen? Und wie funktioniert das Öffnen überhaupt richtig - gibt es da einen Trick?
Wir haben zwei kleine Kinder (5 und 8), da wird in der Küche schon mal was gekleckert und die Kleinen fassen auch nicht immer mit sauberen Händen an die Schränke.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit grifflosen Küchen? Ist das im Alltag wirklich praktisch oder bereut man die Entscheidung nach ein paar Monaten? Welche Fronten sind da am pflegeleichtesten?
Danke für eure Erfahrungen!
Jens
Moin Jens,
aus technischer Sicht sind grifflose Küchen schon durchdacht. Die meisten haben Push-to-Open Mechanismen oder Tip-On Beschläge - da drückst du einfach gegen die Front und sie springt auf. Das funktioniert über kleine Federmechanismen, die ziemlich zuverlässig sind.
Allerdings: Diese Technik kann auch mal kaputtgehen. Bei normalen Griffen passiert das so gut wie nie. Und wenn doch mal was ist, muss oft der ganze Mechanismus getauscht werden. Das ist dann nicht ganz billig.
Für den Alltag mit Kindern würde ich ehrlich gesagt zu Griffen raten. Die kann man zur Not auch mal schnell austauschen wenn sie abgenutzt sind. Bei grifflosen Fronten ist man langfristig mehr gebunden.
Hi Jens,
kann deine Bedenken gut verstehen. Wir haben seit 3 Jahren eine grifflose Küche und ich muss ehrlich sagen - es ist Gewöhnungssache. Am Anfang hat meine Frau auch gemeckert wegen der Fingerabdrücke, besonders an den Hochglanzfronten.
Der Trick beim Öffnen: Man fasst unter die Oberkante der unteren Schränke oder über die Unterkante der Hängeschränke. Da sind meist kleine Griffmulden eingearbeitet. Mit der Zeit macht man das automatisch.
Bei Kindern würde ich definitiv zu matten Fronten raten, da sieht man Fingerabdrücke nicht so krass. Weiß matt oder sowas in der Richtung. Hochglanz ist zwar schick, aber wirklich pflegeintensiv.
Hallo Jens,
wir haben uns nach langem Hin und Her doch für eine Küche mit Griffen entschieden und bereuen es nicht. Grifflose Küchen sehen toll aus im Showroom, aber im Alltag mit zwei Teenagern war mir das zu unpraktisch.
Das ständige Putzen der Fingerabdrücke nervt wirklich und meine Kinder haben anfangs oft zu fest gedrückt bei den Push-Mechanismen. Einmal ist sogar eine Scharnierhalterung gebrochen.
Dazu kommt: Wenn ihr mal renoviert und die Küche abbauen müsst, sind grifflose Fronten schwerer zu handhaben. Die integrierten Mechanismen machen alles komplizierter. Nur so als Denkanstoß!