Moin zusammen,
bin gerade dabei die Küche in meinem 1954er Haus zu planen und stehe vor ein paar kniffligen Problemen. Das Haus hat leider nur 2,40m Deckenhöhe und die Wände sind teilweise ziemlich schief - besonders eine Ecke weicht um ca. 3cm ab. Die alte Küche war eine richtige Katastrophe mit riesigen Fugen überall.
Jetzt frage ich mich: Welche Küchenlösungen funktionieren überhaupt bei so wenig Höhe und schiefen Wänden? Ich hab schon überlegt:
- Freistehende Küche komplett, aber dann wirds noch enger
- Einbauküche mit Ausgleichsleisten, aber bei 3cm?
- Oder doch erstmal die Wände begradigen lassen?
Die Küche ist ca. 12qm groß, L-Form wäre ideal. Budget liegt bei etwa 8000€ ohne Geräte. Bin handwerklich nicht ganz unbegabt, aber Maurer bin ich ja auch beruflich.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Was würdet ihr empfehlen? Gerade jetzt im Sommer wäre ja ne gute Zeit für größere Arbeiten, bevor der Herbst kommt.
Danke schonmal!
Hi Mike,
oh je, das Problem kenne ich nur zu gut! Bei unserem Altbau waren die Wände auch alles andere als gerade. Wir haben damals eine Einbauküche von einem lokalen Schreiner machen lassen, der hat sich die schiefen Wände angeschaut und entsprechend geplant.
Bei 3cm Abweichung würde ich ehrlich gesagt nicht versuchen das mit Standard-Küchenschränken hinzubekommen. Das wird nur Frust. Der Schreiner hat bei uns mit verschieden breiten Füllstücken und angepassten Arbeitsplatten gearbeitet. Hat zwar etwas mehr gekostet als IKEA, aber das Ergebnis war perfekt.
Alternativ: Könntest du nicht erstmal die eine besonders schiefe Wand begradigen? Als Maurer kennst du ja die Möglichkeiten. Bei 2,40m Deckenhöhe ist jeder Zentimeter wertvoll, deshalb würde ich von freistehenden Möbeln abraten.
8000€ ist ein ordentliches Budget für ne Maßküche ohne Geräte.
Servus Mike,
bei der niedrigen Decke und den schiefen Wänden solltest du unbedingt auf die Elektroinstallation achten! Oft sind in Altbauten die Anschlüsse nicht optimal positioniert.
Küchentechnisch: Wie ich schon mal erwähnt hab, ist Präzision bei der Planung alles. Bei schiefen Wänden würde ich definitiv einen Profi ranholen für die Vermessung.
Mein Tipp: Lass dir von verschiedenen Küchenstudios Angebote machen. Die meisten können heute auch mit schwierigen Grundrissen umgehen. Bei 2,40m Deckenhöhe würde ich auf jeden Fall bis zur Decke bauen - jeder Stauraum zählt!
Hallo Mike,
aus meiner Erfahrung mit mehreren Sanierungen würde ich folgendes vorschlagen: Miss erstmal genau aus, wo überall Abweichungen sind. Oft ist nur eine Ecke wirklich problematisch.
Bei 8000€ Budget hast du gute Optionen. Du könntest zum Beispiel eine IKEA-Küche als Basis nehmen und dann vom Schreiner anpassen lassen - das ist oft günstiger als komplett maßgefertigt.
Wichtig bei 2,40m Deckenhöhe: Plane die Oberschränke nicht zu tief (max. 35cm), sonst wird's drückend. Und überleg dir gut, ob du bis zur Decke baust oder 10-15cm Luft lässt.
Für die schiefen Wände: Moderne Küchenhersteller haben oft Ausgleichssysteme im Programm. Das funktioniert meist bis 2-3cm ganz gut.
Hey,
kurz und knapp: Begradigen lohnt sich meistens nicht bei dem Aufwand. Lieber ne vernünftige Maßküche vom Schreiner.