Hallo zusammen,
wir planen gerade eine umfassendere Sanierung unseres Hauses (Bj. 1978) und denken konkret über eine Wärmepumpe nach. Meine Frage ist jetzt eher technisch-praktisch: Welche Art von Stromanschluss braucht so eine Wärmepumpe eigentlich? Ich höre da von Drehstrom, von speziellen Anschlüssen, und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, was unser Haus da überhaupt hergibt.
Wie sieht das aus – muss der Elektriker die komplette Elektrik umrüsten? Oder funktioniert das auch mit normalen Einfasphasen-Anschlüssen? Welche Leistungsklassen sind da realistisch, und ab wann wird's teuer?
Ich bin handwerklich versiert (mache seit Jahren Möbel und Böden), aber Elektrik ist nicht wirklich mein Gebiet. Daher würde ich gerne schon vor dem Elektriker-Termin eine grobe Idee haben, was technisch sinnvoll und was budgetär realistisch ist.
Danke für eure Erfahrungen!
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Die allermeisten modernen Wärmepumpen brauchen Drehstrom (400V), um effizient zu arbeiten – das ist quasi der Standard. Bei einem Haus aus den 70ern könnte es sein, dass du noch gar keinen Drehstromanschluss hast oder dass die vorhandene Leitung unterdimensioniert ist.
Meine Erfahrung aus früheren Renovierungen (ich hatte das ähnlich bei einer Innendämmungs-Planung, siehe hier): Es lohnt sich, vorher einen Elektriker zum Haupt-Check vorbeizuschicken. Der prüft die aktuelle Hausanschlussleistung und sagt dir dann ehrlich, ob eine Nachrüstung nötig ist.
Kostenmäßig kann das zwischen 500 und 3000 Euro liegen – je nachdem, wie viel Kabel neu gezogen werden muss. Mein Tipp: Lass das vor der finalen Wärmepumpen-Planung klären, sonst überrascht es dich später bei der Rechnung.
Bianca