Hallo zusammen,
ich bin Elektroinstallateur und kümmere mich normalerweise um Küchen und Smart-Home-Lösungen, aber jetzt möchte ich gerne bei meinem eigenen Haus ne Photovoltaikanlage nachrüsten. Allerdings bin ich hier wirklich nicht der Spezialist und möchte vorher Klarheit haben.
Mein Haus ist von 1978, Satteldach, Südseite frei. Folgende Fragen:
1. Wie prüfe ich, ob die Dachstatik das überhaupt trägt? Kann ich da selbst mit nem Gutachter reden oder muss ich erst nen Dachdecker hinzuziehen?
2. Bei der Verkabelung - DC-Seite vom Modul zum Wechselrichter: Kann ich da Standard-NYY-Leitungen nehmen oder braucht's spezielle PV-Kabel? Und wie dicht muss ich an der Dachkante vorbei?
3. Meine Unterverteilung sitzt im Keller, etwa 15 Meter vom Dach entfernt. Lohnt sich da noch ne Anlage oder wird das zu teuer?
4. Muss ich nen Elektriker beautragen oder reicht es, wenn ich nen zertifizierten PV-Installateur nehme?
Wäre über praktische Tipps dankbar!
Markus, gute Fragen. Kurz zusammengefasst: 1. Statik: Dachdecker ODER Architekt, nicht selbst schätzen. 2. PV-Kabel sind Pflicht, NYY ist für DC ungeeignet – nutze H1Z2Z2-K oder ähnlich. Kabelführung: mindestens 10cm Abstand zu Dachkanten und Ecken. 3. 15m ist machbar, aber kostet mehr Kabel und Leitungsverluste – lohnt sich trotzdem. 4. Du brauchst einen zertifizierten Installateur PLUS einen Elektrofachbetrieb für die Netzanbindung an deiner Unterverteilung. Das ist nicht verhandelbar nach VDE 0100-712.