Hallo zusammen,
ich bin jetzt im Ruhestand und helfe meinen Nachbarn gerne bei kleineren elektrotechnischen Problemen. Immer wieder stellt sich die Frage, ob ein Einfamilienhaus mit Einfasphase (230V) auskommt oder ob man Drehstrom (400V) braucht.
Bei meinen Jahren als Elektriker habe ich natürlich viel gesehen, aber die Anforderungen ändern sich ja ständig. Früher war klar: Einfamilienhaus = Einfasphase. Punkt. Heute mit Wärmepumpen, E-Auto-Ladestationen und eventuell später Klimaanlage bin ich mir unsicher, ob die alten Regeln noch gelten.
Meine Frage: Für einen Standard-Haushalt mit vielleicht einer Wärmepumpe in der Planung – reicht wirklich 63A Einfasphase, oder sollte man beim Neubau lieber gleich einen Drehstromanschluss vorsehen? Kostet das deutlich mehr? Ich möchte meine Nachbarn da vernünftig beraten können und nicht einfach das erzählen, was ich vor 30 Jahren gelernt habe.
Kurt, das ist wirklich eine gute Frage. Ich habe das ähnlich bei Bekannten erlebt, die gerade bauen: Die Netzbetreiber verlangen heute deutlich häufiger Drehstrom an, besonders wenn später eine Wärmepumpe oder Wallbox geplant sein könnte. Der Kostenunterschied beim Neubau ist marginal – 500 bis 1000 Euro meist – aber nachträglich kostspieliger. Ich würde heute immer den Drehstromanschluss empfehlen, wenn es möglich ist. Bei älteren Häusern ist es eine andere Rechnung.