Hallo zusammen,
ik bin gerade dabei, unseren Hausbestand zu evaluieren und auch die Ladeinfrastruktur in den Blick zu nehmen. Das Thema E-Auto rückt näher – meine Frau und ich überlegen, ob wir nicht demnächst auf ein Elektroauto wechseln sollen.
Meine Frage: Wie problematisch ist es wirklich, ein E-Auto über eine normale Haushaltssteckdose zu laden, zumindest übergangsweise? Ich habe gelesen, dass das möglich sein soll, aber auch, dass es mit Risiken verbunden ist. Eine Wallbox-Installation kostet ja einige tausend Euro, da möchte ich erst mal wissen, ob das wirklich notwendig ist oder ob ich damit nicht auch ein paar Jahre überbrücken kann.
Zu meinem Hintergrund: Ich bin mit Technik normalerweise schnell vertraut und habe bei anderen Sanierungsprojekten auch schon mit Fachleuten zusammengearbeitet – aber bei Elektrik möchte ich keine Anfängerfehler machen.
Was sind eure Erfahrungen? Gibt es da auch sichere Zwischenlösungen?
Danke schon mal!
Lieber Markus,
das ist eine wichtige Frage, und ich möchte dir ein paar sachliche Punkte mitgeben. Über eine normale Steckdose (Schuko 230V) wird es echt problematisch – nicht nur wegen der Ladezeit (da brauchst du eine Ewigkeit), sondern auch weil die Leitungen nicht für Dauerbelastung ausgelegt sind. Brände sind da leider keine Seltenheit, wenn man über längere Zeit hohe Lasten zieht.
Es gibt Lösungen dazwischen: eine CEE-Drehstromsteckdose (etwa 11 kW) ist günstiger als eine vollwertige Wallbox und schon erheblich sicherer. Kostet Installationen oft um die 1.500–2.500 Euro. Damit kannst du das Auto über Nacht laden, ohne dass die Elektrik leidet.
Meine ehrliche Empfehlung: Hol dir einen Elektriker rein und lass dein System prüfen. Vielleicht reicht eine provisorische CEE-Lösung, bis du dich für eine richtige Wallbox entscheidest. Aber über die normale Steckdose würde ich es nicht machen wollen.