Hallo zusammen,
wir planen, unser Haus systematisch zu sanieren und möchten jetzt auch eine Photovoltaik-Anlage nachrüsten. Das Haus ist von 1978, das Dach wurde vor 5 Jahren neu eingedeckt. Bisher habe ich mich eher mit Innenausbau und Haustechnik beschäftigt, aber bei PV bin ich noch unsicher.
Meine konkreten Fragen:
1. Muss vor der Installation ein Statiker prüfen, ob das Dach die Lasten trägt? Wie läuft das ab und was kostet das?
2. Brauche ich eine Baugenehmigung? Unser Haus steht nicht unter Denkmalschutz, liegt aber in einem Außenbereich.
3. Was ist der Unterschied zwischen Netzeinspeisung und Hybrid-Speichersystemen? Für uns macht eher eine kleinere Anlage Sinn (5-7 kWp).
4. Soll ich das von einem zertifizierten Fachbetrieb machen oder kann ich bei manchen Schritten selbst Hand anlegen?
5. Welche zeitlichen Abläufe sollte ich einplanen?
Ich bin eher für durchdachte Planung statt Schnellschüsse. Hat jemand Erfahrung mit der Nachrüstung im gleichen Baualter gemacht?
Danke im Voraus!
Hi Christina,
da kann ich dir aus eigener Erfahrung helfen – bei mir war es ähnlich. Zunächst zur Statik: Ja, das ist sinnvoll. Mein Dachdecker hat das mit einer vereinfachten Prüfung geklärt (kostet ca. 200-400 €), meist reicht das aus. Bei älteren Dächern mit schlechterem Zustand kann es eine aufwändigere Berechnung werden.
Genehmigung hängt vom Bundesland ab – in manchen ist es Anzeigepflicht, in anderen braucht du eine vollständige Genehmigung. Frag bei deinem Landratsamt nach, das geht schnell.
Bei 5-7 kWp brauchst du heute keinen Speicher zwingend – der ist eher sinnvoll, wenn du tagsüber wenig zuhause bist. Ohne Speicher sparst du erheblich an Kosten und Komplexität.
Zum Thema Eigenleistung: Die Module selbst darfst du nicht montieren (Sicherheit!), aber Leitungsverlegung und kleinere Arbeiten gehen oft. Das muss aber vorher abgesprochen sein.
Somit circa 3-4 Monate von Planung bis Inbetriebnahme realistisch. Viel Erfolg!