Hallo zusammen,
wir haben unsere alte Gasheizung gerade durch eine Luft-Wärmepumpe ersetzt (Mitte Juli). Der Installateur sagte damals, ein hydraulischer Abgleich wäre optional, weil die Heizkörper noch relativ neu sind (ca. 8 Jahre alt) und die Rohre großzügig dimensioniert worden seien.
Jetzt im August läuft die Anlage ja kaum, also merke ich von etwaigen Problemen nichts. Aber ich frage mich: Sollte ich nicht lieber im Herbst, wenn es kälter wird, einen Abgleich machen lassen? Oder ist das jetzt völlig übertrieben und ich werfe Geld zum Fenster raus?
Meine Frau meint, das ist ein Handwerk-Rip-off. Ich bin mir unsicher, ob das wirklich notwendig ist oder nur ne Marketing-Nummer.
Wer hat Erfahrung damit? Macht das noch Sinn, wenn die Heizperiode quasi vorbei ist?
Danke!
Moin HausPapa,
da hab ich ne klare Antwort: Der Abgleich macht Sinn, egal welche Jahreszeit. Es geht nicht um aktuellen Heizbedarf, sondern darum, dass die Wärmepumpe effizient arbeitet. Wenn einzelne Heizkörper zu viel oder zu wenig Durchfluss haben, schraubt die Pumpe unnötig die Leistung hoch – das kostet dich später Strom, wenn's kalt wird.
Ich hab bei meinem ersten Haus auch gedacht, spar ich mir das, war aber dumm. Im Winter dann Zimmer zu kalt, andere zu warm, und der Verbrauch war höher als nötig. Beim nächsten Haus hab ich's machen lassen und den Unterschied deutlich gemerkt.
Wenn deine Rohre wirklich großzügig sind und die Heizkörper noch gut in Schuss, dann ist es vielleicht nicht die Katastrophe – aber komplett weglassen würd ich's nicht. Vielleicht hol dir ne zweite Meinung von nem anderen Installateur ein?