Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, mein Haus von 1972 energetisch zu modernisieren und möchte eine Wärmepumpe einbauen. Allerdings habe ich noch einige grundsätzliche Fragen zur Planung, bevor ich mit Installateure spreche.
Mein Haus ist etwa 180 qm, Ölheizung ist noch vorhanden. Die Fassade ist teilweise gedämmt, die oberste Geschossdecke aber noch nicht. Ich würde gerne verstehen: Wie sehr hängt die Effizienz einer WP wirklich von der Gebäudedämmung ab? Kann ich die WP sinnvoll einbauen, auch wenn nicht alles perfekt saniert ist?
Zweite Frage: Luft- oder Erdwärmepumpe? Bei uns gibt es keine Möglichkeit für einen Brunnen, aber Platz für eine Außeneinheit wäre da. Wie sehr leidet die JAZ bei einer Luftwärmepumpe in meinem Klimagebereich?
Und dritte Frage: Wie wichtig ist ein Smart-Home-System zur Steuerung? Kann ich das später noch nachrüsten oder sollte ich das von Anfang an einplanen?
Ich möchte das technisch richtig machen und nicht blind einem Installateur folgen. Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen im Bestandsbau gemacht?
Hallo Stefan,
gute Fragen! Zur Dämmung: Die WP funktioniert auch ohne Perfektion, aber die JAZ fällt deutlich ab. Bei einem 180-qm-Haus von 1972 würde ich mindestens die oberste Geschossdecke machen – kostet relativ wenig und hilft der WP sehr. Danach die Fenster, wenn noch Original vorhanden.
Zu Luft vs. Erdwärme: Ohne Brunnen ist Luft der praktische Weg. JAZ liegt dann je nach Standort zwischen 3,0 und 3,8. Ist okay, nicht spektakulär. Wichtig: guter Schallschutz, sonst ärgern sich Nachbarn.
Zu Smart Home: Nicht zwingend nötig, aber sinnvoll. Eine gute WP hat intuitive Regelung ab Werk. Smart-Steuerung lohnt sich eher, wenn du PV hast und den Eigenverbrauch optimieren willst. Nachrüsten ist später problemlos möglich, viele Hersteller bieten das über App an.
Mein Tipp: Lass einen Energieberater einen U-Wert-Check machen (kostet ~300€), dann weißt du genau, wo die größten Verluste sind. Das hilft bei der Priorisierung.