Hallo zusammen,
wir planen, unseren Altbau (Baujahr 1970er) mit einer Wärmepumpe auszustatten. Bislang haben wir eine Ölheizung, die langsam aber sicher an ihre Grenzen kommt. Unser Haus ist bereits teilweise gedämmt (Dach, teilweise Fassade), die Fenster wurden vor ca. 10 Jahren erneuert.
Bevor wir die ersten Angebote einholen, würde mich interessieren, wie eure Erfahrungen beim Nachrüsten aussehen. Worauf sollte ich bei einem älteren Bestandsgebäude besonders achten? Welche Fragen stelle ich dem Installateur? Und – ganz praktisch – wie aufwändig ist es, die alte Heizung komplett rauszureißen und umzubauen?
Auch interessiert mich: Habt ihr Fördermittel genutzt und worauf muss man da achten? Wie lange dauert der gesamte Prozess von Planung bis zum ersten Winter mit neuer Heizung?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Thomas
Hallo Thomas, ich stehe gerade selbst mittendrin – unser Haus von 1990 bekommt eine Luft-Wärmepumpe, und dabei habe ich einige Dinge gelernt, die vielleicht für dich hilfreich sind.
Bei der Planungsphase habe ich gemerkt: Es ist nicht nur die Wärmepumpe selbst, sondern auch das ganze Drumherum (Speicher, Rohrleitungen, ggfs. neue Regelung). Mein Installateur hat mir anfangs nicht alles transparent erklärt, deshalb würde ich dir raten, mehrere Angebote zu holen.
Zur Förderung: Die KfW-Anträge sind echt nervig, aber die Zuschüsse sind erheblich – bei uns etwa 30% der Gesamtkosten. Wichtig: Energieberater hinzuziehen, der kennt die aktuellen Anforderungen.
Zeitlich solltest du mit 3–4 Monaten rechnen, wenn alles glattläuft. Bei mir verzögert sich's gerade wegen Lieferzeiten. Was noch: Im Herbst ist es sinnvoll, weil du bis zum Winter fertig bist und das System bis dahin eingefahren ist.
Thomas, ein guter Gedanke, die Ölheizung zu ersetzen. Bei uns im Haus (Baujahr 1952) war es eine ziemliche Odyssee, das sage ich dir ehrlich. Das größte Problem: Die alten Heizkörper sind oft nicht optimal für Wärmepumpen ausgelegt – sie brauchen dann höhere Vorlauftemperaturen, was die Effizienz frisst.
Mein Rat: Lass einen Energieberater vorbeikommen, nicht den Installateur – der verkauft dir sonst noch mehr als nötig. Der Berater checkt deine Dämmung und berechnet, welche WP-Größe passt. Bei der Förderung (KfW) gibt es mittlerweile bessere Konditionen, aber die Anträge müssen VOR dem Auftrag gestellt werden – das ist der häufigste Fehler.
Ein hydraulischer Abgleich ist dann auch quasi Pflicht. Bei uns hat das insgesamt 6 Monate gedauert, vom ersten Gespräch bis zur Inbetriebnahme. Der Austausch selbst war dann relativ zügig, 2–3 Wochen.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, mehrere Angebote parallel einzuholen. Bei mir hat es sich gelohnt, mindestens drei verschiedene Handwerker vorbeizuschicken - die Preise unterscheiden sich teilweise erheblich, und du siehst auch direkt, wer gute Beratung gibt. Würde ich jedem ans Herz legen, bevor man sich auf einen einigt. Waermepumpenberatung24