Hallo zusammen,
ica habe meine Wärmepumpe im Juni einbauen lassen und seit Juli läuft auch die PV-Anlage. Jetzt im September stelle ich fest, dass die Rechnung nicht aufgeht: Die PV produziert noch immer ordentlich Strom (im Schnitt 12-15 kWh pro Tag), aber die Wärmepumpe verbraucht oft nur 8-10 kWh. Der Installateur meinte damals, das wäre die perfekte Kombination – günstiger Eigenverbrauch, maximale Ersparnis.
Aber ehrlich gesagt frag ich mich, ob ich da reingelegt wurde. Im Sommer war es ja noch weniger kritisch, weil die WP kaum laufen musste. Aber jetzt wo es langsam kälter wird und die Heizperiode anfängt, wird der erzeugte Strom immer weniger genutzt. Parallel sinkt auch der PV-Ertrag – das ist ja normal für die Jahreszeit.
Meine Frage: Ist das normal, dass sich WP und PV eigentlich überhaupt nicht synchronisieren? Oder habe ich bei der Planung etwas übersehen? Rechnet sich die Kombination wirklich oder war das ein Verkäufer-Versprechen?
Bernd hier – ja, das ist völlig normal und du bist nicht reingelegt worden, aber die Erwartung war vielleicht zu hoch gesteckt.
Das Problem: Im Sommer produziert die PV viel, aber die WP braucht wenig (nur für Warmwasser). Im Winter ist es umgekehrt – WP läuft auf Hochtouren, PV produziert minimal. Die beste Kombination ist eigentlich im Frühling und Herbst, wenn beide ungefähr gleich laufen. Aber auch da passt es oft nicht perfekt.
Das heißt nicht, dass die Investition schlecht ist – aber realistisch: Du brauchst entweder einen großen Speicher (teuer) oder du fütterst den Überschuss ins Netz. Der Ertrag kommt trotzdem rein, nur eben nicht als Eigenverbrauch.
Wir haben ähnliches bei mir – hab die Anlage damals auch optimiert, weil ich das ständig ärgert. Für uns war am Ende ein kleinerer Speicher die Lösung, aber das ist individuell.