Hallo zusammen,
ich bin 69 Jahre alt und unser Haus steht seit 1975 in Familienbesitz. Jetzt denke ich ernsthaft über eine Photovoltaik-Anlage nach. Allerdings bin ich handwerklich noch relativ fit und frage mich: Kann man so eine Anlage selbst installieren, oder ist das viel zu riskant?
Ich habe gelesen, dass die meisten Kosten für die Handwerker anfallen. Mein Dach ist in gutem Zustand, die Südseite ideal ausgerichtet. Aber ich bin mir unsicher, ob ich die Elektrik selbst machen sollte oder nicht. Gibt es da rechtliche Probleme? Und was ist mit der Versicherung – zahlt die noch, wenn ich was selbst gemacht habe?
Im August jetzt wäre die beste Zeit, oder? Ehe der Winter kommt und es mit dem Ertrag bergab geht. Kennt jemand von euch das aus eigener Erfahrung? Wo lauern die größten Fallstricke?
Danke für ehrliche Antworten!
Elisabeth, das ist eine wichtige Frage – und ich muss dir da die ungeschönte Antwort geben, weil ich beruflich viel mit den Folgen von solchen Projekten zu tun habe.
Die Montage der Module selbst ist theoretisch machbar. Aber die Elektrik – Wechselrichter, Kabelverbindungen, Erdung, Netzanbindung – das solltest du NIEMALS selbst machen. Das sind keine Tippfehler, die dich später ärgern. Das sind potenzielle Brandrisiken und Stromschlag-Gefahren.
Zum Versicherungsschutz: Das ist der knifflige Teil. Wenn nachher etwas passiert – Brand, Schaden an Nachbarn – und deine Gebäudeversicherung herausfindet, dass Laienelektrik verbaut ist, kann das zu massiven Problemen führen. Ich habe schon Fälle gesehen, wo Policen gekündigt wurden. Das ist ein Risk, das sich nicht lohnt.
Mein Rat: Hol dir einen zertifizierten Installateur für die Elektrik. Die Montage kannst du mitnehmen, wenn es der Fachmann erlaubt. So sparen Sie auch Kosten, ohne die Haftung zu gefährden.
Das Timing im August ist tatsächlich okay, aber nicht kritisch – auch im September und Oktober gibt es noch gute Erträge.