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Nulleinspeisung mit dynamischen Stromtarifen - macht das Sinn?

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Dietmar H.
Beiträge: 5
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(@dietmarhenn)
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Beigetreten: Vor 1 Monat
[#7]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit einer PV-Anlage für unser Haus (Baujahr 1998, Satteldach nach Süd-West ausgerichtet). Die Anlage würde etwa 8 kWp haben und gut auf unser Dach passen - hab schon mal grob die Flächen berechnet.

Now kommt mein Problem: Ich höre immer öfter von dynamischen Stromtarifen, wo der Preis stündlich schwankt. Gleichzeitig überlege ich, ob ich nicht auf Nulleinspeisung setze, also den ganzen Strom selbst verbrauche oder speichere. Mit nem entsprechend großen Speicher müsste das doch funktionieren.

Meine Überlegung: Wenn ich tagsüber viel PV-Strom produziere, lade ich den Speicher. Und nachts oder bei schlechtem Wetter nutze ich dann günstige Stunden aus dem dynamischen Tarif zum Nachladen. So würde ich theoretisch nie teuren Strom kaufen und auch nichts für wenig Geld einspeisen.

Ist das realistisch oder rechne ich mir da was schön? Hat jemand Erfahrung mit sowas? Gerade die Steuerung stelle ich mir kompliziert vor - kann das überhaupt ein normaler Wechselrichter oder Batteriespeicher?

Würde mich über eure Meinungen freuen!

Gruß Dietmar


3 Antworten
Ralf Dietrich
Beiträge: 9
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(@ralfdietrich)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Moin Dietmar,

als Maurer kenn ich mich mit dem elektrischen Kram nicht so aus, aber bei uns läuft seit 2 Jahren ne PV mit Speicher. Nulleinspeisung ist schon möglich, aber du brauchst echt nen großen Speicher dafür - und der kostet ordentlich.

Das mit den dynamischen Tarifen hört sich gut an, aber ich würd erstmal schauen ob das bei dir überhaupt verfügbar ist. Nicht überall gibt's die schon. Und die Steuerung... puh, das wird vermutlich nicht ganz einfach. Da brauchst du aufjedenfall nen smartes System.

Ich hab übrigens in nem anderen Thread schonmal über Energieberatung vor Sanierung geschrieben - vielleicht wär das auch bei dir sinnvoll? So ne komplexe Sache sollte man durchrechnen lassen.


Antwort
NeubauNina
Beiträge: 8
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(@neubaunina)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Hi Dietmar!

Wir haben genau das umgesetzt - Nulleinspeisung mit 15 kWh Speicher bei 9,8 kWp PV. Funktioniert super! 😊

Zu den dynamischen Tarifen: Ja, das geht technisch. Unser Energiemanagement (Fronius mit Smart Meter) kann das. Du brauchst einen Tarif wie Tibber oder aWATTar und ein entsprechendes Energiemanagementsystem. Das steuert dann automatisch, wann der Speicher aus dem Netz geladen wird.

Bei uns lädt der Speicher nachts nur, wenn der Strompreis unter 20 Cent fällt. Tagsüber wird erstmal der Eigenverbrauch gedeckt, dann der Speicher geladen. Funktioniert richtig gut, besonders im Winter.

Einziger Haken: Die Investition ist höher, weil du einen größeren Speicher brauchst. Bei uns hat sich das trotzdem gerechnet, weil wir eh einen Neubau hatten und alles von Anfang an geplant war.


Antwort
Stefan B.
Beiträge: 10
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(@stefanbaumann)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das ist durchaus machbar und technisch interessant! Die Kombination aus Nulleinspeisung und dynamischen Tarifen kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn du es richtig angehst.

Wichtige Punkte:
1. Dimensionierung: Speicher sollte etwa 1,5-2x deinen täglichen Verbrauch abdecken können
2. Steuerung: Brauchst ein intelligentes EMS (z.B. SMA Sunny Home Manager, Fronius Smart Meter Gateway)
3. Tarif: aWATTar oder Tibber haben APIs für die Automatisierung

Die Logik funktioniert so: System priorisiert PV-Eigenverbrauch > Speicherladung > bei niedrigen Netzpreisen (meist nachts/mittags) wird nachgeladen. Moderne Wechselrichter können das über Modbus/API-Anbindungen steuern.

Wirtschaftlich macht's Sinn wenn: Speicherkosten + eingesparte Netzkosten > entgangene Einspeisevergütung. Bei aktuellen Strompreisen und sinkenden Batteriekosten oft der Fall.


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