Hallo zusammen,
ich spiele schon länger mit dem Gedanken, auf meinem Altbau in Bayern eine Photovoltaikanlage zu installieren. Das Dach ist in gutem Zustand und nach Süden ausgerichtet, also eigentlich perfekt.
Nur bin ich mir unsicher wegen der Wirtschaftlichkeit. Die Einspeisevergütung ist ja über die Jahre immer weiter gesunken. Was bekommt man denn 2025 noch pro kWh, wenn man Strom ins Netz einspeist? Lohnt sich das überhaupt noch bei den aktuellen Anlagenpreisen?
Ich habe gelesen, dass Eigenverbrauch wichtiger geworden ist als die Einspeisung. Stimmt das? Wir verbrauchen als Rentnerehepaar aber nicht so wahnsinnig viel Strom, etwa 3.500 kWh im Jahr.
Hat jemand von euch eine Anlage installiert und kann aus Erfahrung sprechen? Wie sieht die Rechnung aus - wann hat sich die Investition amortisiert?
Danke schon mal für eure Hilfe!
Gruß
Hans-Peter
Hallo Hans-Peter,
wir haben seit 2 Jahren eine 6 kWp Anlage mit 5 kWh Speicher. Bei 4.200 kWh Jahresverbrauch decken wir etwa 75% selbst ab.
Die Einspeisevergütung ist wirklich niedrig geworden, aber bei den hohen Strompreisen lohnt es sich trotzdem. Wir sparen im Jahr etwa 1.200 Euro Stromkosten.
Mein Tipp: Hol dir mehrere Angebote ein und achte auf Qualität. Billig gekauft ist oft teuer bezahlt. Und überleg dir einen Speicher - damit kannst du den selbst produzierten Strom auch abends nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.
Für euren Verbrauch würde ich eine 5-6 kWp Anlage empfehlen. Damit seit ihr gut versorgt und habt noch etwas Überschuss zum Einspeisen.
Moin Hans-Peter,
als Maurer kann ich dir sagen: Die Dachstatik solltest du auf jeden Fall prüfen lassen, besonders bei einem Altbau. PV-Module sind schwerer als man denkt.
Zur Wirtschaftlichkeit: Mein Nachbar hat letztes Jahr eine 7 kWp Anlage installieren lassen, hat etwa 12.000 Euro gekostet. Bei den aktuellen Strompreisen rechnet sich das trotz niedriger Einspeisevergütung.
Tipp: Schau dir auch die Steuervorteile an. Seit 2023 ist PV-Strom für Privathaushalte umsatzsteuerfrei, das macht die Sache einfacher und günstiger.
Hi Hans-Peter,
die Einspeisevergütung liegt 2025 bei etwa 8,1 Cent pro kWh für Anlagen bis 10 kWp. Das ist wirklich nicht mehr viel, verglichen mit früher.
Aber du hast recht - der Eigenverbrauch ist das A und O! Strom kostet dich vom Versorger ja um die 35-40 Cent/kWh. Wenn du den selbst produzierst, sparst du diese Kosten. Bei 3.500 kWh Verbrauch könntest du mit einer 6-8 kWp Anlage einen guten Teil selbst abdecken.
Mit einem Batteriespeicher kannst du den Eigenverbrauchsanteil auf 60-70% steigern. Ohne Speicher sind es meist nur 30-40%. Die Speicher sind aber noch recht teuer, rechnen sich oft erst nach 12-15 Jahren.
Meine Anlage (8 kWp, 2022 installiert) hat sich nach 8 Jahren amortisiert - hauptsächlich durch Eigenverbrauch. Die Einspeisung ist nur noch das Sahnehäubchen.