Moin zusammen,
ich plane gerade eine PV-Anlage für mein Einfamilienhaus (8 kWp) und bin jetzt bei der Anmeldung beim Netzbetreiber angekommen. Als Bauunternehmer kenne ich mich mit Genehmigungsverfahren aus, aber bei PV ist das Neuland für mir.
Mein Elektriker meint, ich sollte schon mal mit 6-8 Wochen rechnen bis zur Zustimmung. Andere sagen, es geht auch schneller. Bei uns ist RWE der Netzbetreiber.
Wie waren eure Erfahrungen? Habt ihr parallel schon mal Material bestellt oder wartet ihr immer erst die Zusage ab? Auf der Baustelle plane ich ja auch immer mit Puffern, aber hier bin ich unsicher.
Besonders interessiert mich: Gab es bei euch Nachfragen oder lief das glatt durch? Und stimmt es, dass man bei Anlagen unter 10 kWp weniger Papierkram hat?
Danke schon mal für eure Erfahrungen!
Bei uns (Stadtwerke Essen) hat es tatsächlich 7 Wochen gedauert, Frank. Waren aber auch mitten in der Corona-Zeit, als alle Home-Office gemacht haben. Die haben zweimal nachgefragt - einmal wegen dem genauen Standort der Wechselrichter und einmal wegen der Verkabelung im Keller.
Material hab ich trotzdem schon bestellt, weil die Lieferzeiten damals noch länger waren. War ein Risiko, aber hat sich gelohnt. Heute würde ich erst die Zusage abwarten, die Preise fallen ja gerade.
Tipp: Alle Unterlagen komplett und sauber einreichen. Bei meinem Nachbarn haben sie wegen unleserlichen Plänen nochmal nachgefragt - das kostet dann wieder 2 Wochen.
Hi! Bei mir (Avacon) waren es 4 Wochen, aber das war letzten Herbst. Die waren eigentlich recht fix und haben nur einmal nachgefragt wegen der Zählerschrank-Größe.
Ein Tipp von meinem Elektriker: Die Anmeldung gleich online machen, falls möglich. Das geht oft schneller als per Post. Und wirklich alle Anhänge direkt mitschicken - Lageplan, Datenblätter der Module, Wechselrichter-Infos, alles.
Material bestellen ist so eine Sache... Ich hab gewartet, weil ich Angst vor Änderungswünschen hatte. Im Nachhinein hätte ich bestellen können, aber sicher ist sicher.
Hallo Frank, bei mir ging es überraschend schnell - nur 3 Wochen bei den Stadtwerken hier. Ich hatte aber auch Glück, dass alle Unterlagen vom ersten Mal komplett waren. Mein Installateur hatte wirklich alles penibel ausgefüllt.
Unter 10 kWp ist definitiv weniger Aufwand. Brauchst du keine Netzverträglichkeitsprüfung und der Anschluss ist vereinfacht. Bei größeren Anlagen wird's komplizierter.
Ich hab übrigens erst nach der Zusage bestellt - war mir zu riskant. Man liest ja auch manchmal von Ablehnungen, wenn das Netz schon überlastet ist.