Hallo zusammen,
seit ich 2020 eingezogen bin, beschäftige ich mich hauptsächlich mit Innenrenovierung - Küche, Bad, streichen und so weiter. Jetzt wo das meiste geschafft ist, denke ich über Photovoltaik nach. Überall liest man von Balkonkraftwerken als günstigem Einstieg.
Ich habe eine Südterrasse und könnte da problemlos 1-2 Module aufstellen. Aber bringt das wirklich was? Bei den aktuellen Strompreisen rechnet sich ja angeblich alles, aber 600 Watt klingen schon sehr wenig. Mein Grundverbrauch liegt so bei 3000 kWh im Jahr.
Einerseits reizt mich der einfache Einstieg ohne großen Aufwand, andererseits frage ich mich, ob ich nicht gleich aufs Dach sollte. Das Haus ist von 1998, Satteldach mit Süd-West-Ausrichtung. Nur traue ich mir eine große Anlage noch nicht zu, kenne mich ja null aus mit Elektrik.
Was meint ihr? Erstmal klein anfangen oder gleich richtig? Habt ihr Erfahrungen mit den Mini-Anlagen?
Moin Eva! Ich sehe das anders - wenn du schon über PV nachdenkst, dann richtig. 600W sind wirklich ein Tropfen auf den heißen Stein. Rechne mal: Im Winter produzieren die vielleicht 50-100W, da merkst du nix.
Bei deiner Südwest-Ausrichtung und dem relativ neuen Dach würde ich gleich eine ordentliche Anlage planen. 8-10 kWp passen da locker drauf. Klar kostet das mehr, aber die Amortisation ist bei den aktuellen Preisen trotzdem super.
Balkonkraftwerke sind meiner Meinung nach eher was für Mieter oder als Spielerei. Du hast ein eigenes Haus - nutze die Möglichkeiten!
Hi Eva,
aus meiner Sicht: Balkonkraftwerk ist ein super Einstieg! Du lernst erstmal, wie sich PV-Strom im Haushalt auswirkt, ohne gleich Riesen-Investitionen zu machen. Bei 3000 kWh Jahresverbrauch kannst du mit 600W schon 10-15% abdecken, je nach Standort.
Ich würde dir raten: Fang mit dem Balkonkraftwerk an und beobachte ein Jahr lang deine Verbräuche. Dann siehst du, wann du wirklich Strom brauchst und ob sich eine große Dachanlage lohnt. Bei deinem Baujahr 1998 ist das Dach vermutlich noch gut in Schuss.
Der Vorteil: Du musst keinen Elektriker beauftragen, kannst sofort loslegen und sammelst Erfahrungen. Falls du später doch eine große Anlage willst, kannst du die Module vom Balkon meist ins Gesamtkonzept einbauen.
Liebe Eva,
als jemand, die auch erstmal vorsichtig rangegangen ist: Das Balkonkraftwerk war für mich perfekt! Man unterschätzt oft, wie viel man dabei über den eigenen Stromverbrauch lernt. Ich habe eine App, die mir täglich zeigt, was die Module produzieren - das sensibilisiert ungemein.
Bei mir (allerdings Altbau mit anderen Gegebenheiten) deckt das kleine System etwa 400-500 kWh im Jahr ab. Das sind bei den heutigen Preisen schon 150€ Ersparnis. Die Anlage hat 800€ gekostet, also amortisiert sich das in 5-6 Jahren.
Mein Tipp: Probiere es aus! Du kannst immer noch erweitern. Und gerade für Frauen ist es oft entspannter, sich schrittweise an die Technik heranzutasten.