Ich bin noch relativ neu im ganzen Renovierungs-Game, aber das habe ich in meinem 1962er Haus auch gerade gelernt: Oberflächenvorbereitung ist der Schlüssel. Bei mir waren einige Wände auch in einem Zustand... Der Handwerker hat geschliffen, gespachtelt und dann grundiert, bevor wir gestrichen haben. Sieht top aus. Abbeizen würde ich nur machen, wenn wirklich großflächig was abblättert – sonst Overkill.
Kommt auf die Farbsorte an! War es Dispersionsfarbe oder Kunstharzlack? Das merkt man aber auch schnell, wenn man mit dem Tuch drüberfährst. Wenn die Farbe halbwegs in Ordnung ist: Schleifen, Grundieren, Streichen. Fertig. Vollständiges Abbeizen ist bei normaler Dispersionsfarbe overkill und viel Arbeit. Ich würde da nicht ansetzen.
Bei mir ist es jetzt über 30 Jahre her, dass die Wände neu gestrichen wurden, und ich habe vorher auch immer wieder drübergestrichen, statt abzubeizen. Nur wenn ich merke, dass die Farbe zu dick wird oder großflächig abblättert, muss ich ran. Ansonsten: Schleifen, Grundieren, Streichen. Das reicht völlig aus und ist weniger Aufwand. Der August ist auch gar nicht so schlecht dafür – trocknungsfreundlich.
Also bei meinen Bad- und Küchenumbauten habe ich gelernt: Die Vorbereitung ist alles. Marco sagt immer, dass auch bei Fliesen die Untergründe entscheidend sind – und bei Farbe ist das nicht anders. Abbeizen würde ich nur machen, wenn die alte Farbe wirklich problematisch ist. Ansonsten: gründlich schleifen, feine Kratzer spachteln, dann eine vernünftige Grundierung (pH-neutral, damit es nicht wieder abblättern kann), und dann streichen. Das reicht.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man sich Zeit für Handwerkerempfehlungen aus der eigenen Nachbarschaft nimmt. Frag einfach deine Nachbarn oder schau in lokalen Facebook-Gruppen rein - da bekommst du oft ehrliche Bewertungen von Leuten, die die Handwerker tatsächlich kennen. Hat mir beim letzten Dachschaden viel Ärger erspart. Dienstleister-Portal