Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meinen Altbau schrittweise zu modernisieren. Jetzt stehe ich vor einer grundsätzlichen Frage bei den Malerarbeiten:
Ich habe mehrere Räume mit altem, teils blätterndem Wandanstrich – vermutlich aus den 70er/80ern. Bevor ich neue Bodenbeläge verlege und die Haustechnik modernisiere, möchte ich die Wände natürlich in Ordnung bringen.
Nun frage ich mich: Lohnt es sich, die alte Farbe komplett abzubeizen? Oder kann ich einfach drüberstreichen, wenn ich die Oberfläche ordentlich vorbereite? Im August möchte ich damit anfangen.
Mich interessiert vor allem der nachhaltige Aspekt – weniger Material verschwenden, weniger Chemieeinsatz, aber natürlich auch längerfristig ein gutes Ergebnis. Hat jemand Erfahrung damit, was langfristig haltbarer ist?
Danke für eure Tipps!
Das mit der Nachhaltigkeit ist ein guter Gedanke, Markus. Wenn du nur drüberstreichen kannst, ersparst du dir die Chemikalien fürs Abbeizen und den ganzen Abfall. Aber – und das ist wichtig – nur wenn die alte Farbe auch wirklich haftet. Lose Schichten müssen runter, sonst funktioniert es nicht. Mit Schleifer kurz drüber, ausbessern, gute Grundierung (umweltfreundliche gibt's auch), dann streichen. Das ist nachhaltiger UND haltbarer als ein Flickwerk auf instabiler Basis.
Bei mir ist das immer eine Frage der Schichtstärke. Wenn die alte Farbe noch halbwegs haftet und nicht zu viele Schichten drauf sind, streiche ich drüber. Aber vorher: abschleifen, ausbessern, Risse spachteln – das ist das A und O. Bei blätternden Stellen muss die alte Farbe runter, sonst hast du in zwei Jahren das gleiche Problem. Grundierung nicht vergessen!
Direkt überstreichen.
Gunter hier – ich kenne das aus meinem 84er-Haus gut. Meine Erfahrung: Wenn einzelne Stellen abblättern, musst du die Fläche nicht komplett abbeizen. Abschleifen, lose Farbe weg, kleine Dellen spachteln, eine gute Grundierung drauf und dann streichen. Das spart Zeit und Material. Hält auch lange, wenn man es ordentlich macht. Habe ich so bei mehreren Räumen gemacht.