Hallo zusammen,
ic bin gerade dabei, unser 1910er Haus Raum für Raum zu renovieren. Momentan bin ich im Obergeschoß und möchte dort drei Zimmer neu streichen. Das Problem: Wir haben gerade diese intensive Sommerhitze und die Temperaturen klettern tagsüber auf 30 Grad und mehr.
Meine Frage: Beeinflusst die Hitze die Deckkraft der Farbe? Ich habe gehört, dass Farbe bei extremen Temperaturen anders trocknet und vielleicht nicht so gut deckt wie normalerweise. Soll ich lieber warten, bis es kühler wird, oder kann ich jetzt schon loslegen?
Zum anderen: Welche Wandfarbe würdet ihr generell für Altbau-Wände empfehlen, die wirklich in einem Streich sitzt? Ich möchte nicht dreimal gehen müssen – das ist mir bei den hohen Decken zu anstrengend.
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Gruß,
WohnTraumWerk
Bei 30°C kann tatsächlich was schiefgehen, aber nicht so dramatisch wie manche denken. Die Farbe trocknet schneller, was beim Verarbeiten manchmal lästig ist – Walzen lassen sich schlechter auswringen und die Farbe wird zähflüssig. Für die Deckkraft selbst ist die Hitze aber nicht das Hauptproblem.
Wichtig ist: Gute Dispersionsfarben mit hohem Pigmentanteil decken in einem Streich, egal wie warm es ist. Meine Erfahrung aus 20 Jahren Hausrenovierungen ist, dass die Untergrundvorbereitung viel mehr ausmacht als die Temperatur. Bei einem 1910er-Haus würde ich die Wände vorher gründlich reinigen und anschauen – alte Verschmutzungen schlucken Farbe.
Mein Tipp: Morgens früh anfangen, dann ist es noch unter 25°C. Und nimm lieber eine teurere Qualitätsfarbe – die spart dir den dritten Anstrich!
Kann dir da nicht aus erster Hand helfen, Elektrik ist eher mein Thema – aber logisch klingt's: je heißer, desto schneller Verdunstung, desto schneller trocken. Würde das Ganze nach vorn verlegen wenn möglich.