Hallo zusammen,
stehe gerade vor einer größeren Entscheidung und könnte euren Rat gut gebrauchen. Mein Baukredit läuft noch 12 Jahre mit 2,1% Zinsen - damals war das ein super Satz. Jetzt hab ich durch einen kleinen Erbanteil die Möglichkeit, das Darlehen komplett abzulösen.
Die Bank verlangt allerdings eine Vorfälligkeitsentschädigung von etwa 8.500€. Bin mir unsicher, ob sich das rechnet oder ob ich das Geld besser anders anlegen sollte. Der Darlehensbetrag liegt noch bei ca. 95.000€.
Ich renoviere ja seit drei Jahren systematisch mein Bad und plane für nächstes Jahr noch eine größere Klimaanlage - da wären liquide Mittel schon praktisch. Andererseits wäre es schon ein gutes Gefühl, schuldenfrei zu sein.
Hat jemand von euch schon mal eine ähnliche Situation gehabt? Wie habt ihr entschieden? Besonders die Vorfälligkeitsentschädigung ärgert mich - gibt es da Verhandlungsspielraum mit der Bank?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Hey!
Also ich bin zwar noch relativ neu in dem ganzen Hausbesitzer-Thema (hab erst vor kurzem von meiner Oma geerbt), aber ich würde ehrlich gesagt die 8.500€ Vorfälligkeitsentschädigung erstmal kritisch hinterfragen. Hab mal gelesen, dass die Banken da oft zu hoch ansetzen und man das prüfen lassen kann.
Bei 2,1% Zinsen würde ich persönlich wahrscheinlich nicht vorzeitig ablösen, vorallem nicht mit so einer hohen Entschädigung. Das sind ja immerhin fast 9% vom restlichen Darlehensbetrag! Wenn du das Geld stattdessen sicher anlegst (auch wenns nur 3-4% sind), machst du meiner Meinung nach ein besseres Geschäft.
Und du hast ja selbst gesagt, dass du noch Renovierungsvorhaben hast - gerade bei der Klimaanlage können schnell mal unvorhergesehene Kosten dazukommen. Da ist es doch praktisch, wenn du liquide bleibst.
Aber lass vielleicht trotzdem mal einen Finanzberater drüberschauen, der kann das sicher genauer durchrechnen als ich 😊
LG Amelie