Hallo zusammen,
ich hab hier gerade mitten in der Hitzewelle ein ziemlich unangenehmes Gespräch mit meinem Nachbarn gehabt. Er behauptet steif und fest, mein Dachüberstand rage über die Grundstücksgrenze und ich sei gesetzlich verpflichtet, den zurückschneiden zu lassen. Das Haus steht seit 1987, also fast 40 Jahre so – und jetzt auf einmal soll das ein Problem sein?
Der Überstand ist auf seiner Seite vielleicht 25-30 cm über die Grenzlinie hinaus, also wirklich nicht viel. Es tropft auch nix rüber, keine Dachrinne fehlt oder so. Er sagt, er brauche den Platz wegen irgendeines Carports, den er jetzt bauen will.
Mich würde interessieren: Gibt es da tatsächlich eine gesetzliche Grundlage, die mich zum Rückschnitt zwingt? Ich meine, das Haus steht ja nicht seit gestern so. Spielt das Alter des Überstands eine Rolle – so ein Bestandsschutz oder Verjährung? Und was ist, wenn das damals vom Bauamt genehmigt wurde (wir haben die alten Baupläne, da ist der Überstand eingezeichnet).
Bin kein Jurist und check das nicht wirklich. Möchte aber nicht einfach nachgeben, wenn das gar nicht nötig ist. Hat hier jemand Erfahrung damit oder kennt die relevante Gesetzeslage?
Danke schon mal!
HansPeter