Hallo zusammen,
bin etwas enttäuscht von meiner PV-Anlage und hoffe auf eure Erfahrungen. Habe seit einem Jahr eine 9,8 kWp Anlage auf dem Dach und komme trotz Homeoffice und E-Auto nur auf 35% Eigenverbrauchsquote. Das ist doch viel zu wenig, oder?
Zur Situation: Arbeite seit Corona komplett im Homeoffice, fahre täglich ca. 40km mit dem Model 3, lade meist über Nacht. Die Anlage produziert im Schnitt 950 kWh/Monat, aber gefühlt speise ich das meiste ein, während ich abends und am Wochenende teuren Netzstrom kaufe.
Speicher hab ich noch keinen, wollte erstmal schauen wie sich das entwickelt. Aber mittlerweile denk ich, dass da mehr drin sein müsste. Waschmaschine und Spülmaschine laufen tagsüber, aber reicht wohl nicht.
Wie habt ihr euren Eigenverbrauch gesteigert? Welche Maßnahmen waren bei euch am wirksamsten? Lohnt sich ein Speicher überhaupt noch bei den aktuellen Preisen? Und gibt es clevere Tricks beim Laden des E-Autos?
Bin für jeden Tipp dankbar!
Hallo Ralf,
35% ist wirklich ausbaufähig! Bei mir war's anfangs ähnlich. Game-Changer waren: 1) Wallbox mit Überschussladen - das E-Auto wird nur geladen wenn PV-Überschuss da ist, 2) smarte Steckdosen für Waschmaschine, Trockner etc. die nur bei Sonne anspringen, 3) Warmwasserbereiter mit Heizstab der tagsüber läuft.
Speicher würde ich aktuell noch warten. Die Preise fallen weiter und mit den anderen Maßnahmen kommst du locker auf 55-60%. Wichtig: Eine App zur Verbrauchsüberwachung, dann siehst du wo die Energie hingeht.
Beim E-Auto: Unbedingt intelligente Wallbox mit Überschussregelung! Fahre auch Model 3 und lade nur noch tagsüber wenn die Sonne scheint.
Moin Ralf,
35% ist echt mager. Hab ähnliche Anlagengröße und komm auf 68% ohne Speicher. Mein Tipp: Erst mal richtig messen was läuft. Hab damals beim Badumbau gemerkt wie wichtig genaue Verbrauchsdaten sind.
E-Auto tagsüber laden ist Pflicht! Und schau mal ob deine Umwälzpumpen, Kühlschrank etc. effizient sind. Manchmal sind's die kleinen Dauerfresser die den Eigenverbrauch killen. Würd erstmal 200€ in smarte Messtechnik investieren bevor du über'n Speicher nachdenkst.
Hi Ralf! Kann AmelieForster nur zustimmen - smarte Gerätesteuerung ist das A und O. Hab zusätzlich noch einen Heizstab in den Warmwasserspeicher einbauen lassen, der springt automatisch bei PV-Überschuss an. Spart richtig Geld!
Bei 9,8 kWp solltest du locker 60% schaffen ohne Speicher. Schau dir mal deine Verbrauchskurve genau an - oft laufen nachts unnötig Geräte.