Hallo zusammen,
ich bin etwas frustriert mit meiner PV-Anlage. Haben seit einem Jahr 9,8 kWp auf dem Dach und ich dachte mit Homeoffice und unserem E-Auto würden wir deutlich mehr selbst verbrauchen. Aber die Quote liegt hartnäckig bei nur 35%.
Zur Situation: Ich arbeite 4 Tage die Woche von zuhause, das Auto lädt meist nachts (hab noch keine intelligente Wallbox), und wir haben die üblichen Verbraucher wie Spülmaschine, Waschmaschine etc. Die Anlage produziert gut, aber irgendwie passt das zeitlich nicht zusammen.
Bei euch die schon länger dabei sind - mit welchen konkreten Maßnahmen habt ihr euren Eigenverbrauch gesteigert? Lohnt sich ein Batteriespeicher bei den aktuellen Preisen? Oder reichen schon einfache Timing-Tricks?
Wäre dankbar für eure Erfahrungen, bevor ich viel Geld für möglicherweise unnötige Technik ausgebe.
Gruß
Dave
Moin Dave,
also ich sag mal so - 35% ist doch schonmal ein Anfang. Bei mir wars anfangs nur 28%.
Hab dann angefangen alle Geräte zu überwachen (so'n Energiemessgerät für 15€ vom Baumarkt). War erstaunt was da alles so frisst. Pool-Pumpe läuft jetzt nur noch mittags, Gefriertruhe hab ich auf Timer gestellt für die Abtauzyklen.
Und ganz wichtig: Waschmaschine und Trockner nur noch bei Sonne. Meine Frau hat erst gemeckert, aber mittlerweile ist das Routine geworden.
Batterie würd ich erstmal lassen, die Dinger sind noch zu teuer. Lieber erstmal die Verbrauchsgewohnheiten optimieren.
Gruß aus dem Garten
Horst
Falls du noch am Anfang stehst und verschiedene Optionen abwägen willst: Ein Kollege hat mir neulich eine Seite gezeigt, wo man kostenlos mehrere PV-Angebote vergleichen kann. Hat ihm wirklich geholfen, die Unterschiede bei Speichergrößen und Modultypen zu verstehen, bevor er sich festgelegt hat. https://pv-anlagen24.com/photovoltaikangebote-vergleichen#angebot
Hi Dave,
bei uns hat der Durchlauferhitzer den größten Unterschied gemacht! Warmwasser tagsüber statt morgens und abends - klingt banal, aber bringt echt was. Außerdem haben wir eine programmierbare Steckdose für den Geschirrspüler.
Unser Eigenverbrauch ist von 32% auf 48% gestiegen, nur durch solche kleinen Anpassungen. Batterie haben wir bewusst noch nicht, weil sich das bei unserem Verbrauch noch nicht lohnt.
LG Nadine
Hallo Dave,
35% ist für den Anfang gar nicht so schlecht, aber da geht definitiv mehr. Bei mir war's ähnlich frustrierend am Anfang.
Mein Tipp: Fang mit dem Einfachen an, bevor du in teure Technik investierst. Zeitschaltuhren für Spülmaschine und Waschmaschine haben bei mir schon 8-10% mehr Eigenverbrauch gebracht. Kosten unter 50 Euro.
Beim E-Auto würde ich als erstes eine intelligente Wallbox nachrüsten. Die lädt dann hauptsächlich bei Überschuss. Hat meine Quote von 38% auf knapp 50% gehoben.
Eine Frage noch: Hast du mal geschaut, wann genau deine Peaks sind? Bei mir war überraschend, dass der Grundverbrauch nachts viel höher war als gedacht (Kühlschrank, Router, Standby-Geräte). Da hab ich dann systematisch optimiert.
Batteriespeicher würde ich erst später angehen, wenn die "Low-Hanging-Fruits" abgeerntet sind. Die Preise fallen auch kontinuierlich.
Grüße
Manfred