Guten Tag zusammen,
ich bin gerade dabei, die Renovierung meines Hauses zu planen, und wollte das Thema Farbkosten etwas optimieren. Bei meinen Recherchen bin ich auf die Frage gestoßen: Kann ich eigentlich hochwertige Außenfarbe auch innen verwenden? Das würde doch theoretisch Geld sparen, wenn ich eine Farbe für alles nutze.
Mein Hintergrund: Ich bin handwerklich nicht unerfahren, habe aber mit Malerarbeiten weniger zu tun gehabt als mit Dachsanierung und Dämmmaterial. Jetzt möchte ich einige Zimmer selbst streichen und Kosten sparen wo es sinnvoll ist.
Mir geht es konkret um die Unterschiede zwischen Innen- und Außenfarben. Was sind die wesentlichen Unterschiede? Geht es nur um Wetterbeständigkeit oder spielen auch andere Faktoren eine Rolle – etwa für Raumklima oder Verarbeitung? Im August haben wir ja gute Bedingungen zum Streichen, auch wenn es warm ist.
Wem könnt ihr da aus eurer Erfahrung was raten? Ist das eine Sparidee oder eher unsinnig?
Danke schon mal!
Hallo Helmut F.,
ich würde dir da abraten. Außenfarben sind auf Wetterbeständigkeit und Elastizität ausgelegt, innen brauchst du das nicht wirklich. Der größere Punkt: Außenfarben gasen oft stärker aus, das merkt man besonders in geschlossenen Räumen. Die Geruchsentwicklung ist deutlich intensiver als bei Innenfarben.
Beim Verarbeiten wird's auch nervig – Außenfarben sind oft zäher, trocknen langsamer (gerade im August bei Wärme kann das problematisch werden) und die Deckkraft ist manchmal nicht so optimal im Innenbereich.
Ehrlich gesagt: Der Kostenersparnis steht der Mehraufwand entgegen. Gute Innenfarben sind nicht teurer. Wenn du handwerklich sauber arbeiten willst, nimm die richtige Farbe für den Job. Bei meinen Küchen-Projekten hab ich gelernt – die richtigen Materialien sparen dir am Ende Zeit und Ärger.
Mach es vernünftig, dann hast du lange Ruhe damit.
Viel Erfolg bei der Renovierung!