Hallo zusammen,
wir haben letztes Jahr unser altes Schwarzwaldhaus gekauft und ich bin noch ziemlich neu bei allem was Garten angeht. Bisher hab ich mich hauptsächlich ums Haus gekümmert - Dach, Fassade, innen streichen und so weiter. Aber jetzt im Frühjahr würde ich gerne auch den Garten mehr in Schuss bringen.
Meine Frau meint, wir sollten einen Kompost anlegen. Macht ja auch Sinn, haben einiges an Küchenabfällen und im Garten fällt auch immer was an. Problem ist nur: ich hab keine Ahnung wo ich anfangen soll.
Wo stelle ich den am besten hin? Brauche ich so einen fertigen Komposter aus dem Baumarkt oder kann ich auch einfach einen Haufen machen? Was gehört da rein und was nicht? Und wie lange dauert es bis daraus brauchbare Erde wird?
Unser Garten ist nicht riesig, vielleicht 400qm, aber Platz sollte schon da sein. Bin dankbar für jeden Tipp von euren Erfahrungen!
Gruß
Hi,
aus Effizienz-Sicht würde ich erstmal analysieren: Was willst du erreichen und mit welchem Aufwand?
Für den Anfang reicht ein einfacher Thermokomposter aus dem Baumarkt - kostet um die 80€, ist sauber, keine Ungeziefer-Probleme und du musst nicht selbst bauen. Bei 400qm Garten völlig ausreichend.
Alternativ: Erstmal mit Bokashi-Eimer in der Küche starten. Fermentierte Küchenabfälle kannst du dann direkt in die Beete einarbeiten. Weniger Aufwand, schnelleres Ergebnis.
Hallo!
Als Biologin kann ich nur sagen: Kompost ist das Beste was du für deinen Garten machen kannst! Du schließt den natürlichen Kreislauf und bekommst wertvollsten Humus.
Zum Standort: Halbschatten ist optimal, unter einem Baum oder an der Nordseite einer Hecke. Direkte Sonne trocknet aus, kompletter Schatten verlangsamt die Zersetzung.
Mein Tipp: Drei-Kammer-System. Eine zum Befüllen, eine zum Reifen, eine mit fertigem Kompost. Kannst du aus Holzlatten oder Draht selbst bauen. Wichtig ist die richtige Mischung: 2/3 "Braunes" (Laub, Zweige, Papier) und 1/3 "Grünes" (Küchenabfälle, frischer Grasschnitt). Regelmäßig wenden für Sauerstoff.
Kein Fleisch, keine Katzenstreu, keine kranken Pflanzen. Nach 6-12 Monaten hast du schwarzes Gold für deine Beete!
Moin SchwarzwaldHaus,
kommt mir bekannt vor - bei mir war's damals genauso. Erst das Haus, dann der Garten. Beim Kompost würd ich dir raten: Fang einfach an! Standort halbschattig, nicht zu nass, nicht zu trocken. Ich hab damals mit drei Europaletten einen einfachen Behälter gebaut - kostet fast nix und funktioniert prima.
Rein kommt: Küchenabfälle (außer Fleisch und Gekochtes), Laub, Grasschnitt, kleinere Äste. Wichtig ist das Verhältnis - nicht nur Rasenschnitt, sonst wird's matschig. Immer schön mischen.
Bis du brauchbare Erde hast, dauert's etwa ein Jahr. Zwischendurch mal umsetzen hilft. Fertige Komposter aus dem Baumarkt gehen auch, sind halt teurer aber sauberer.