Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob sich ein vertikales Begrünungssystem für meinen Balkon rechnet. Im September ist jetzt natürlich noch Zeit für eine Herbstbepflanzung, aber ich möchte das Ganze auch langfristig denken.
Mich interessieren vor allem die technischen Aspekte: Wie sieht es mit der Statik aus? Welche Gewichte halten normale Balkone aus? Und dann die Bewässerung – braucht man da zwingend eine automatische Lösung mit Stromanschluss oder geht auch manuell?
Mit meinem Hintergrund in der Elektrotechnik könnte ich notfalls selbst eine smarte Bewässerung einbauen, aber ich frage mich, ob der Aufwand in Relation zum Nutzen steht. Habt ihr Erfahrungen mit solchen Systemen? Was kostet das ungefähr im ersten Jahr, inklusive Material und eventueller Anpassungen? Und wie lange halten die Konstruktionen wirklich, bevor Verschleiß eintritt?
Freue mich auf realistische Einschätzungen!
Gute Frage, Klaus. Ich hab ähnlich überlegt für unsere Terrasse. Die Statik ist weniger das Problem – moderne Balkone halten locker 60-80 kg/qm. Kritischer ist eher die Feuchtigkeitsentwicklung hinter den Systemen. Bei meinem letzten Projekt (siehe auch unsere Diskussion zur offenen Küche – Feuchtemanagement ist dort ähnlich relevant) haben wir gemerkt: Gute Hinterlüftung ist Gold wert.
Zur Bewässerung: Manuelle Variante reicht für kleine Flächen, aber ab 2-3 qm lohnt sich eine einfache Tropfleitung mit Timer wirklich. Kost unterm Strich 60-120 Euro für das Material. Die Systeme selbst (Gestelle, Module) halten bei guter Wartung 5-7 Jahre.
Wir haben so was auf dem Balkon ausprobiert – ehrlich gesagt war ich begeistert von der Idee, die Umsetzung dann weniger. Der größte Knackpunkt: Im September/Oktober wird's einfach nass und grün wird zur Alge. Die Bewässerung läuft dann automatisch, aber das Trocknen-Potenzial ist gering. Ab Oktober würde ich mit sowas gar nicht erst starten, da spielst du gegen den Herbst an.