Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Gemüsebeet für den Winter vorzubereiten und bin auf ein echtes Problem gestoßen: Auf meinen restlichen Kohlpflanzen und Brokkoli sitzen massiv Blattläuse und ich finde auch immer wieder Raupen. Im September war das noch schlimmer, aber jetzt im Oktober frage ich mich, ob es überhaupt noch Sinn macht, die zu bekämpfen.
Eigentlich wollte ich die Pflanzen noch bis November ernten, aber langsam frage ich mich, ob der Aufwand sich lohnt. Die befallenen Blätter sehe ich ja sofort beim Ernten und kann sie aussortieren. Andererseits breiten sich die Viecher ja auch aus und könnten nächstes Jahr wieder ankommen, wenn ich jetzt nichts mache.
Was ist eure Erfahrung: Lohnt sich noch eine Behandlung im Oktober oder wähle ich einfach die befallenen Blätter aus und lebe damit? Falls ja – was habt ihr gutes erlebt? Nützlinge, Spritzung, Neem-Öl? Ich möchte keine Chemie spritzen, wenn es nicht zwingend nötig ist.
Danke für eure Tipps!
Im Oktober würde ich da ehrlich gesagt nicht mehr viel Zeit investieren. Die Saison geht ja langsam zu Ende, und biologische Bekämpfung braucht einfach ihre Zeit, um zu wirken. Bei den Läusen: einfach abspritzen mit dem Schlauch, das hilft akut und kostet nix. Bei den Raupen von Hand absuchen – ist zwar lästig, aber wenn die Erntezeit kurz ist, würde ich das tolerieren.
Für nächstes Jahr vorsorgen ist sinnvoller: im Frühjahr Nützlinge fördern (Florfliegen, Marienkäfer) und bei der Beetvorbereitung alte Pflanzenreste gut entfernen. Dann haben die Schädlinge weniger Chancen zu überwintern.