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Doppelcarport für zwei Autos: Was kostet das realistisch?

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BauProfi
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(@bauprofi)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#31]

Moin zusammen,

ich bin seit 30 Jahren auf dem Bau und kenne eigentlich jeden Trick – aber bei unserem eigenen Doppelcarport stehe ich gerade vor der Frage, wie ich das sauber kalkuliere, ohne mich von irgendwelchen Angeboten über den Tisch ziehen zu lassen.

Hintergrund: Wir haben zwei Fahrzeuge und bisher nur eine schmale Einfahrt ohne Überdachung. Im Sommer kein Problem, aber sobald es Winter wird, nervt das Eiskratzen enorm. Ich will jetzt endlich einen Doppelcarport bauen lassen – selbst machen geht wegen des Rückens nicht mehr.

Meine Fragen an die Runde:

Erstens: Was ist ein realistischer Kostenrahmen für einen Doppelcarport ca. 6 x 5 Meter, Holzkonstruktion, einfaches Satteldach mit Dachpappe oder Wellblech? Ich rede von einem vernünftigen, stabilen Ding, kein Billigkram.

Zweitens: Was muss ich bei der Planung unbedingt beachten, damit es kein Pfusch wird? Fundamente sind für mich klar, aber wie sieht es mit Grenzabständen aus – die variieren ja von Bundesland zu Bundesland.

Drittens: Braucht man für sowas zwingend einen Statiker, oder reicht bei Fertigteilen das mitgelieferte Gutachten?

Ich frage hier, weil ich wissen will, was Leute in der Praxis bezahlt haben und welche bösen Überraschungen es gab. Auf Hochglanzkataloge pfeife ich.


6 Antworten
Werner Müller
Beiträge: 0
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(@werner68)
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Beigetreten: Vor 4 Wochen

Was mich bei solchen Projekten immer interessiert: Hast du schon an eine PV-Anlage auf dem Carport-Dach gedacht? Bei 6x5 Metern hast du gut 25-30 Quadratmeter nutzbare Fläche, das wären je nach Ausrichtung 4-5 kWp. Das macht die Investition mittel- bis langfristig deutlich attraktiver.

Zum Dach würde ich kein Wellblech nehmen wenn PV eine Option ist – lieber gleich ein Trapezblech oder sogar ein massiveres Satteldach planen, damit du später nachrüsten kannst ohne die Konstruktion anzufassen. Ich hab das bei meiner eigenen Anlage gelernt: Vorausplanen spart später viel Geld und Nerven.

Kosten für einen soliden Doppelcarport: Ich würde aus dem was ich so mitbekomme sagen 11.000 bis 15.000 Euro ist realistisch für ein ordentliches Ergebnis, Fundament und Montage inklusive.


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Tim Weber
Beiträge: 3
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(@t-weber)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo BauProfi,

keine Ahnung ob das hilft weil ich nur einen kleinen Einzelcarport habe, aber ich hab letztes Jahr ein Angebot für einen Doppelcarport eingeholt, als ich noch überlegt habe ob ich die Garage meines neuen Hauses nicht lieber abreisse und durch was moderneres ersetze. Das Angebot lag bei ca. 8.500 Euro für Holz, 6x5m, inkl. Montage – aber ohne Fundament. Das Fundament sollte nochmal 1.500-2.000 Euro extra kosten, je nach Bodenbeschaffenheit hat mir der Anbieter gesagt.

Bin dann doch bei der Garage geblieben, weil sich das für mich nicht gerechnet hat. Aber der Preisrahmen könnte für dich als Orientierung taugen, auch wenn du ja wahrscheinlich besser weißt was das wert ist als ich 😄


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Markus Köhler
Beiträge: 6
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(@markuskoehler)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Aus meiner Sanierungserfahrung kann ich sagen: Plant beim Fundament immer etwas großzügiger als nötig. Ich hab bei meinem Haus gelernt, dass Pfusch an der Basis immer teurer wird als von Anfang an ordentlich zu machen.

Zu deiner Statiker-Frage: Bei Fertigteilen mit CE-Kennzeichnung und mitgeliefertem Prüfzeugnis brauchst du in den meisten Bundesländern keinen eigenen Statiker – aber das Prüfzeugnis muss zur tatsächlichen Schneelastzone deines Standorts passen! Das wird gerne mal vergessen. Wenn du in einer Schneelastzone 2 oder 3 wohnst, unbedingt nachhaken.

Kosten: Für einen ordentlichen Holz-Doppelcarport 6x5m würde ich mit 10.000 bis 14.000 Euro rechnen, Fundament inklusive, wenn du einen guten Handwerker nimmst. Billiganbieter gibt es natürlich günstiger, aber das kennst du ja selbst.


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Marcus Weiss
Beiträge: 1
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(@marcus-weiss)
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Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab mich letztes Jahr auch kurz damit beschäftigt, weil ich überlegt hab ob ich das Wochenende sinnvoll nutzen kann um wenigstens die Planung voranzutreiben. Am Ende war mir der Zeitaufwand für die Baugenehmigung zu hoch – da hängt man ewig drin.

Was ich herausgefunden hab: In vielen Bundesländern gilt ein Carport bis 50 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt als verfahrensfrei, aber das ist wirklich von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Einfach beim Bauordnungsamt anrufen, das geht meist schnell und die sind bei so simplen Anfragen hilfsbereit.

Zu den Kosten kann ich nichts Belastbares sagen, ich hab keine gebaut.


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