Hallo zusammen,
hab ein Problem in der Küche und bin mir unsicher ob ich da selbst was machen kann oder lieber den Elektriker rufen muss.
Ich hab gestern unsere alte Spülmaschine gegen eine neue getauscht. Beim Anschließen musste ich die Wasserleitungen neu verlegen, weil die Anschlüsse nicht gepasst haben. Dabei ist wohl etwas Wasser auf den Boden getropft.
Seit heute morgen ist die Steckdose direkt neben der Spülmaschine komplett tot. Kein Strom, nichts geht. Die anderen Steckdosen in der Küche funktionieren aber alle normal - Kühlschrank läuft, Kaffeemaschine geht auch.
Kann das sein dass durch das bisschen Wasser irgendwas kurzgeschlossen ist? Ich hab im Sicherungskasten nachgeschaut, alle Sicherungen sind drin. Aber der FI-Schalter war tatsächlich rausgesprungen, den hab ich wieder reingedrückt.
Jetzt die Frage: Kann ich selbst irgendwie testen ob die Steckdose nur feucht ist und wieder trocknen muss? Oder ob da was kaputt ist? Hab einen Spannungsprüfer zuhause, aber bin mir nicht sicher ob ich den an einer feuchten Steckdose verwenden soll.
Die Küche nutzen wir gerade viel wegen der Sommerhitze - kochen weniger, aber Kühlgeräte laufen auf Hochtouren. Wäre blöd wenn wir jetzt länger ohne die Steckdose auskommen müssten.
Wie würdet ihr vorgehen?
Das klingt tatsächlich nach einem Feuchtigkeitsproblem. Wenn der FI ausgelöst hat, ist das ein gutes Zeichen - er hat seine Arbeit gemacht und dich vor Schlimmerem bewahrt.
Mein Rat: Erst mal komplett trocknen lassen! Schalte die Sicherung für diesen Stromkreis aus und lass alles mindestens 24-48 Stunden trocknen. Bei der aktuellen Hitze geht das sogar schneller. Du kannst einen Föhn auf kühle Stufe nehmen und vorsichtig um die Steckdose pusten, aber AUF KEINEN FALL bei eingeschalteter Sicherung.
Mit dem Spannungsprüfer würde ich an der Stelle nicht experimentieren - zu riskant bei möglicher Feuchtigkeit. Hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem und hab gelernt: Sicherheit geht vor.
Wenn nach 2 Tagen Trockenzeit der FI beim Einschalten wieder auslöst, dann ist definitiv was beschädigt und der Elektriker muss ran. Aber oft ist es nur Feuchtigkeit.
Erst mal Ruhe bewahren. Das kommt häufiger vor als man denkt, besonders in Küchen.
Wichtig: Strom komplett aus für diesen Bereich, dann gründlich trocknen. Ein Ventilator hilft bei der Hitze sogar doppelt - kühlt die Küche und trocknet die Steckdose. Nach 2-3 Tagen vorsichtig wieder einschalten.
Wenn's dann immer noch nicht geht, kann es sein dass die Dose getauscht werden muss. Das ist aber meist keine große Sache - 30-50€ für Material und ne Stunde Arbeit vom Elektriker.
Moment mal - warum ist der FI erst heute morgen ausgelöst und nicht sofort gestern? Das ist komisch.
Ich würde da sehr vorsichtig sein mit dem "einfach trocknen lassen". Wenn Wasser in die Dose gelaufen ist, kann da mehr passiert sein als nur Feuchtigkeit. Korrosion, beschädigte Isolation, sowas entwickelt sich manchmal verzögert.
Spannungsprüfer an feuchter Elektrik? Definitiv nicht! Das kann böse ausgehen. Lass die Finger davon und ruf einen Fachmann. Bei Elektrik ist sparen am falschen Ende.
Klassischer Fall von "gut gemeint, aber gefährlich geworden". Bei Arbeiten in der Nähe von Wasseranschlüssen sollte man immer vorher den Strom abschalten.
Das Positive: Der FI hat funktioniert, das System ist sicher. Jetzt heißt es warten und trocknen lassen. Ich empfehle zusätzlich einen Bautrockner oder Ventilator in die Nähe zu stellen - bei den aktuellen Temperaturen ist das sogar von Vorteil.
Ein Tipp für solche Sommerprojekte: Immer einen Plan B haben. Wie ich schon mal geschrieben hab, sollte man sich nicht übernehmen und bei Elektrik besonders vorsichtig sein.
Wenn du unsicher bist, hol dir lieber einen Elektriker. Die 100-150€ für eine Kontrolle sind besser investiert als ein Hausbrand oder Stromschlag.