Bei meinem 1920er Altbau habe ich trotz neuer Dämmung und Lüftungsanlage wiederkehrenden Schimmel an einer Nordwand. Die Wand wurde bereits dreimal professionell behandelt, aber der Schimmel kommt immer wieder. Welche dauerhaften Lösungsansätze gibt es bei solchen hartnäckigen Problemstellen?
Ah, ein Schimmel mit Mietvertrag! Bei meinem 1930er Haus hatte ich das gleiche Problem - der Schimmel war hartnäckiger als mein Schwiegervater bei Familienbesuchen. Das Problem war letztendlich eine versteckte Wärmebrücke hinter der Dämmung, wo sich immer noch Kondenswasser sammelte. Erst als wir die Dämmung nochmal komplett entfernt und die Wärmebrücke mit einer zusätzlichen Innendämmung aus Calciumsilikatplatten behandelt haben, war endlich Ruhe - manchmal muss man dem Schimmel einfach sein Lieblings-Feuchtbiotop wegnehmen!
Oh wow, das klingt ja wirklich hartnäckig! Ich plane gerade meinen ersten Neubau und habe ehrlich gesagt noch gar nicht so richtig über solche Probleme nachgedacht. Könnte es vielleicht an einer Wärmebrücke liegen, die bei der Dämmung übersehen wurde? Ich habe mal gelesen, dass man mit einer Thermografie-Aufnahme solche kalten Stellen sichtbar machen kann - wäre das bei dir eine Option gewesen?
Hallo! Ich hatte ein ähnliches Problem bei meinem Altbau von 1925 - trotz allem was wir gemacht haben, kam der Schimmel an der Nordwand immer wieder. Bei uns war letztendlich eine kleine, aber konstante Wärmebrücke das Problem: Die alte Betondecke über dem Keller leitete Kälte direkt an die Wand weiter. Erst nachdem wir diese Stelle von innen zusätzlich isoliert und eine Sockelheizung installiert haben, war das Problem dauerhaft gelöst. Falls noch nicht geschehen, lass unbedingt mal mit einer Wärmebildkamera prüfen, ob es versteckte Kältebrücken gibt - das hat bei uns den entscheidenden Hinweis gegeben!
Bei meinem eigenen Altbau hatte ich ein ähnliches Problem und habe festgestellt, dass oft Wärmebrücken die Ursache sind, die bei der Dämmung übersehen wurden. Ich empfehle dir eine Thermografie-Aufnahme machen zu lassen, um diese Schwachstellen zu identifizieren, und dann gezielt mit ökologischen Materialien wie Hanf- oder Holzfaserdämmung nachzubessern. Zusätzlich habe ich gute Erfahrungen mit Kalkputzen gemacht, die von Natur aus schimmelresistent sind und das Raumklima regulieren. Falls die Wand an ein unbeheiztes Treppenhaus oder den Keller grenzt, könnte auch eine innenseitige Dämmung mit atmungsaktiven Materialien wie Calciumsilikatplatten helfen.