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Top oder Flop? Erfahrungen von Hausbesitzern

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Induktion vs. Gas: ...
 
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Induktion vs. Gas: Was rechnet sich 2026 wirklich?

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Torsten Lehmann
Beiträge: 13
Themenstarter
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(@torstenlehmann)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#27]

Hallo zusammen,

ich bin Tischler und montiere seit Jahren Küchen – also kenne ich das Handwerk von der Installationsseite her ganz gut. Aber bei der eigenen Entscheidung komme ich gerade nicht weiter.

Wir planen unsere Küche neu und stehen vor der klassischen Frage: Induktion oder Gas? Ich habe das Thema schon oft bei Kunden erlebt, aber jetzt sitze ich selbst da und merke, dass es komplizierter ist als gedacht.

Gas haben wir aktuell noch im Haus – der Anschluss wäre also ohne größere Umbauarbeiten möglich. Beim Induktionskochfeld müsste ich den Elektriker ran lassen und ggf. die Absicherung verstärken, das ist kein Drama aber eben Aufwand und Kosten.

Was mich wirklich interessiert: Wie entwickeln sich die Energiekosten bei den beiden Varianten? Gas wird ja perspektivisch teurer, zumindest lese ich das überall. Andererseits koche ich gerne mit offenem Feuer, das Feeling ist halt anders. Meine Frau hingegen wäre sofort für Induktion – einfach zu reinigen, das stimmt natürlich als Handwerker sehe ich das auch.

Hat hier jemand belastbare Zahlen oder Erfahrungen aus dem Alltag? Oder sogar direkte Vergleiche gemacht? Ich möchte keine Hochglanzbroschüre lesen sondern echte Einschätzungen.

Danke schon mal,
Torsten


6 Antworten
Isabella R.
Beiträge: 11
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(@isabellaritter)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten

Also ich hab in meinem alten Haus auf Induktion umgestellt und bereue es absolut nicht. Ich bin keine große Köchin, aber das Putzen ist wirklich ein anderes Leben als vorher mit Gas. Klingt banal, aber wenn man abends nach der Arbeit nach Hause kommt und der Herd einfach schnell sauber ist – das zählt im Alltag.

Was ich nicht wusste: Du brauchst Töpfe mit Magnetboden, das klingt selbstverständlich, aber ich hatte noch alten Kupferkram von meiner Oma. Einiges musste ich ersetzen. Nicht dramatisch, aber einplanen.

Die Kosten kann ich dir nicht wirklich vergleichen, dafür fehlt mir die Datenbasis. Aber vom Feeling her: Ich vermisse Gas null.


Antwort
Helmut R.
Beiträge: 6
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(@dachprofi68)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich halt mich bei Kochfeldern eigentlich raus, ist nicht mein Gebiet. Aber was ich sagen kann: Schau dir die Versicherungsseite an. Gasanschlüsse bedeuten zusätzliche Prüfpflichten und bei manchen Versicherern gibt es Aufschläge oder Auflagen, die sich im Laufe der Jahre summieren. Ist kein Riesenbetrag, aber ich hab das bei Bekannten mitbekommen – die wussten das gar nicht. Einfach mal in die Police schauen oder kurz anfragen, bevor du dich entscheidest.


Antwort
Markus K.
Beiträge: 3
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(@fliesentech99)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab bei der Elektroinstallation in meiner Garage selbst gemerkt, dass man solche Sachen nicht unterschätzen sollte. Für ein Induktionskochfeld brauchst du in der Regel eine 32A-Absicherung, manchmal sogar 3-phasig. Falls dein Hausanschluss da eng ist, kann das teurer werden als geplant.

Würde vorher den Elektriker nur zur Beratung kommen lassen, bevor du die Kaufentscheidung triffst. Kostenpunkt für den Umbau kann stark variieren – bei mir wars in der Garage überschaubar, in der Küche mit dem ganzen Mobiliar drumherum kann das aufwändiger werden.

Rein energetisch: Induktion ist effizienter als Gas, da gehen fast 60% der Gasenergie als Wärme verloren. Induktion liegt bei 80-90% Wirkungsgrad. Das sind keine Marketingzahlen, das ist Physik.


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SolarFuchs
Beiträge: 9
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(@solarfuchs)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Torsten, ich kann dir das aus einer bestimmten Perspektive beantworten: Wenn du eine PV-Anlage hast oder planst, ist Induktion 2026 eigentlich keine Frage mehr – es ist die einzig sinnvolle Wahl.

Ich hab 12 kWp auf dem Dach und einen Speicher im Keller, dazu Tibber für die günstigen Börsenstunden. Im Sommer koche ich mittags quasi kostenlos mit eigenem Strom. Gas kann das nicht. Das ist kein Feeling-Argument, das sind Cent-Beträge pro Kochvorgang.

Zu den Umbaukosten: Ja, du brauchst einen Elektriker. Aber verglichen mit den laufenden Gaspreisen – und die werden durch den CO2-Preis bis 2030 weiter steigen – hast du das in zwei bis drei Jahren drin. Die Bundesregierung hat den CO2-Aufschlag für Gas mehrfach erhöht, das ist kein Geheimnis.

Das Flammen-Feeling versteh ich, wirklich. Ich hatte das früher auch. Aber nach sechs Monaten Induktion vermisst man es ehrlich gesagt nicht mehr. Deine Frau liegt da pragmatisch richtig.


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