Hallo zusammen,
seit Wochen verfolge ich auf Instagram diese vertikalen Gärten, die direkt an Hauswände montiert werden. Sieht wirklich spektakulär aus und würde perfekt zu meiner Südwand passen, wo ich sowieso schon meine Kräuter in Töpfen stehen habe.
Nach diesem Winter bin ich aber etwas skeptisch geworden - meine Töpfe haben teilweise Frostschäden abbekommen, obwohl sie eigentlich geschützt stehen sollten. Jetzt frage ich mich: Sind diese vertikalen Systeme nur schöner Schein für Social Media oder funktionieren sie tatsächlich im deutschen Klima?
Meine Bedenken:
- Wasserzufuhr: Wie bewässert man sowas vernünftig?
- Winter: Überstehen die Pflanzen Frost in so dünnen Behältern?
- Pflegeaufwand: Ist das nicht total arbeitsintensiv?
- Kosten: Die fertigen Systeme kosten ja teilweise richtig viel
Hat von euch schon jemand Erfahrungen damit gemacht? Besonders interessant wären Erfahrungen über den ganzen Jahreszyklus. Ich möchte ungern wieder Geld für etwas ausgeben, was nach einem Winter kaputt ist.
Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Sabine
Hi Sabine,
oh ja, das kenne ich! Habe mich auch total in diese schönen Bilder verliebt und vor zwei Jahren so ein System gekauft. Für knapp 400€...
Also ehrlich gesagt: Es sieht wirklich toll aus, ABER der Aufwand ist schon beträchtlich. Im Sommer muss ich fast täglich gießen, weil die Erde in den schmalen Taschen schnell austrocknet. Und du hast recht mit dem Winter - meine Kräuter sind auch eingegangen, obwohl das System angeblich winterhart sein sollte.
Mittlerweile nutze ich es nur noch für Sommerbepflanzung mit Petunien und sowas. Die Bewässerung habe ich mit einem Tropfschlauch gelöst, das funktioniert ganz gut. Aber ganzjährig für Kräuter? Vergiss es.
Mein Tipp: Probier es erstmal mit einem kleineren, günstigeren System aus dem Baumarkt. Dann siehst du, ob es dir gefällt und ob du den Aufwand auf Dauer magst. Die Instagram-Realität ist leider oft anders als das echte Gärtnerleben 😉
LG Angela