Mein Fliesenleger behauptet, dass kleine Risse in den Fugen nach einem Jahr völlig normal seien und unter die "übliche Abnutzung" fallen würden. Aber warum sollte ich als Kunde das Risiko für schlechte Materialqualität oder mangelhafte Verarbeitung tragen, wenn der Handwerker doch derjenige ist, der die Expertise haben sollte?
Ich kann deine Frustration absolut verstehen! Bei meiner letzten Fliesensanierung habe ich deshalb von Anfang an schriftlich festgehalten, welche Fugenbreite, welches Material und welche Qualitätsstandards verwendet werden sollen - inklusive einer detaillierten Dokumentation mit Fotos vor der Abnahme. Risse nach nur einem Jahr sind definitiv nicht normal, wenn ordentlich gearbeitet wurde, es sei denn es handelt sich um minimale Setzungsrisse bei Neubau. Ich würde dir raten, die ursprünglichen Vereinbarungen und Gewährleistungsansprüche nochmals genau zu prüfen und gegebenenfalls einen zweiten Fachmann zur Begutachtung hinzuzuziehen.
Hör mal, Kamerad, lass dir von dem Fliesenleger keinen Sand in die Augen streuen! Nach einem Jahr sollten die Fugen noch tadellos aussehen, es sei denn, du hast ein Erdbeben oder extreme Temperaturschwankungen im Haus. Ich hab in meinen 40 Jahren als Hausbesitzer drei Bäder saniert und bei ordentlicher Arbeit hält das Jahrzehnte ohne Risse. Der Mann soll gefälligst nachbessern oder du gehst zum Anwalt - solche Ausreden kenne ich zur Genüge von Handwerkern, die pfuschen und dann die Verantwortung abschieben wollen.
Hey, das kenne ich! Ich habe vor zwei Jahren auf innovative Epoxidharz-Fugen umgestellt - die sind deutlich flexibler und rissresistenter als herkömmlicher Fugenmörtel. Nach meiner Erfahrung sollten Fugen mindestens 3-5 Jahre halten, wenn ordentlich gearbeitet wurde. Lass dir unbedingt eine schriftliche Gewährleistung geben und dokumentiere die Risse mit Fotos - ich nutze dafür sogar eine spezielle App, die Rissbreiten messen kann. Ein guter Fliesenleger steht zu seiner Arbeit und sucht nicht nach Ausreden!